Grundbedingungen für Innovation und Veränderung | www.dasbibliothekswissen.de - Ihr Fachwissen online
Themen
Termine und Adressen
 
Do not fill this:

Sie möchten folgenden Artikel lesen:

Grundbedingungen für Innovation und Veränderung

Garantiert 5.12.2003, Hans-Christoph Hobohm, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Hans-Christoph Hobohm: Grundbedingungen für Innovation und Veränderung (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm • Prof. Dr. Konrad Umlauf, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 3.6.2.4)

Die praktische Erfahrung lehrt uns, dass die „meisten“ Initiativen zu Veränderungsprozessen scheitern. Es reicht offenbar nicht aus (u.a.): ein durchdachtes Planungs-Konzept mit wirkungsorientierter Steuerung zu haben, einzelne spezifische Managementinstrumente (im Beispiel des Neuen Steuerungsmodells: Controlling, Kosten- Leistungsrechnung, Qualitätsmanagement) einzuführen und den operativen Umgang mit den neuen Instrumenten zu vermitteln. Es besteht ein gewisser Konsens darüber, dass zur Innovationsfähigkeit neben einer soliden Basis an Kenntnissen und Fertigkeiten eine kreative Intelligenz und vor allem Engagement und (intrinsische) Motivation gehören. Das Thema ‚Motivation’ ist ein in allen Bereichen des Managements immer wiederkehrendes Problem. Es gehört zur Personalführung genauso wie zum strategischen Management. Leitmodelle hierzu sind die Maslow’sche Bedürfnispyramide, Herzbergs Unterscheidung von Motivatoren und Hygienefaktoren (vgl. Kap. 3.1.3) oder das Führungsgitter (‚leadership grid’) von Blake und Mouton (vgl. Kap. 3.1.7).

Abraham Maslow wies schon früh darauf hin, dass Motivation verschiedene Grundlagen und Antriebe haben kann, die aufeinander aufbauen. Sind gewisse primäre Grundlagen wie das Bedürfnis nach Broterwerb und Sicherheit nicht erfüllt, so kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es zu geringerer Mitarbeitermotivation kommt. Frederick Herzberg fügte dem hinzu, dass es Faktoren gibt, die zwar selber nicht wirklich motivieren, deren Fehlen aber dem Engagement und der Motivation abträglich sind. Er nannte diese Hygienefaktoren, zu denen z.B. die mangelnde Vermittlung der Unternehmenspolitik gehören, die praktischen Arbeitsbedingungen oder Gehalts- und Statusfragen aber auch Probleme im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen mit Kollegen und in der Hierarchie. Stimmen diese Basisfaktoren – diese meist ‚materialistischen’ Banalitäten – nicht, dann wird man Schwierigkeiten haben, innere Motivation und Engagement (zumindest auf Dauer) aufzubringen. Dies wird man aus der eigenen Position sicher in vielen Fällen nachvollziehen können. Johan Olaison u.a. konnte in einer Studie an der Norwegian School of Management in Oslo empirisch belegen, dass die hehren Vorstellungen über selbstlose Bibliothekare im Dienste von Fortschritt und Innovation ohne eine monetäre Basis auch zum Scheitern verurteilt sind.

Dieser Beitrag ist unseren Premium-Mitgliedern vorbehalten.


Nur als Premium-Mitglied haben Sie Zugriff auf alle exklusiven Fachbeiträge unserer Wissensdatenbank dasbibliothekswissen.de!

Melden Sie sich noch heute an und testen Sie 14 Tage lang kostenlos und unverbindlich unsere Premium-Mitgliedschaft – Sie gehen kein Risiko ein!

Ihre Anmeldung dauert nur zwei Minuten. Sofort nach Ihrer Anmeldung stehen Ihnen alle Beiträge für Premium-Mitglieder zur Verfügung.

Jetzt Premium-Mitglied werden...