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Kultur fordert Freiräume

7.12.2017, Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Vom 29. November bis zum 1. Dezember trafen sich erstmalig Museen, Volkshochschulen, Theater und Bibliotheken sowie Vertreterinnen und Vertreter von Kulturpolitik, Verwaltung, Stiftungen und Verbänden zur Tagung „On oder Off – Kulturinstitutionen gestalten digitalen Wandel“ zu digitalem Wandel in Kulturinstitutionen. Eingeladen hatten die Evangelische Akademie Loccum und der Deutsche Bibliotheksverband.

Die über hundert Teilnehmenden diskutierten darüber, wie der digitale Wandel ihren Kultur- und Bildungsauftrag erweitert und wie sie diesen auf neuen Wegen umsetzen.

Auf der Abschlussdiskussion sagte die Bundesvorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands Barbara Lison: „Eine für mich wichtige Erkenntnis dieser Tagung ist, dass sich durch den digitalen Wandel die Angebote aller Institutionen in einem dauerhaften „Beta Status“ befinden. Die Kulturinstitutionen müssen nach dem Prinzip der Lösungsoffenheit immer in Bewegung bleiben. Das Unfertige ist eine Herausforderung, birgt aber auch das Potential zur permanenten Weiterentwicklung. Um diese gestalten zu können, brauchen die Kultureinrichtungen interne und externe Strukturen, die agile Managementprozesse ermöglichen und fördern. Dazu müssen sich auch die Trägerinstitutionen, die Kulturverwaltungen und die Förderer bekennen, ressortübergreifend denken und flexibler werden, um die hierfür nötige Offenheit, Fehlertoleranz und Vertrauen mitzubringen. Es gilt, Freiräume für Gestaltung zu schaffen, und Erfolg Leistung neu zu definieren.“

Von der Evengelischen Akademie Loccum ergänzte Studienleiter Dr. Albert Drews: „Es zeigt sich, dass erfolgreiche Digitalisierungsstrategien nie einen Selbstzweck erfüllen, sondern immer auf die spezifischen kommunikativen Bedürfnisse antworten, die sich durch die gesellschaftliche Herausforderungen stellen.“

„Kulturinstitutionen haben als dritter Ort neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz im physischen Raum eine ebenso große Bedeutung wie in der digitalen Welt.“ So Jutta Croll, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Digitale Chancen am Rande der Tagung. „“Sie ermöglichen chancengleichen Zugang und vermitteln Werte: das macht sie im Prozess der Digitalisierung der Gesellschaft unverzichtbar“ so Croll weiter.


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