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Management von Bibliotheksfusionen: Abläufe

Garantiert 9.9.2009, Jens Neumann, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Jens Neumann: Management von Bibliotheksfusionen: Abläufe (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm • Prof. Dr. Konrad Umlauf, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 3.9.5.4)

In der Literatur werden verschiedene Unterteilungen von Fusionsprozessen vorgeschlagen, vierteilig ist die Unterteilung von Hemmrich: Definitionsphase, Planungsphase, Realisierungsphase, Einführungsphase. (Hemmrich, 2007, S. 18 f.)

Dreiteilig ist eine andere, die explizit für Public Merger angewendet wird (Föhl, 2004, S. 80 ff.; Weibel, 2007, S. 56 ff.). Diese Einteilung in Pre-Merger, Merger und Post-Merger entspricht den Grundabläufen eines Projekts. In der Praxis wird es zu situativen Anpassungen kommen, bei dem zumindest in der Mergerphase Planungsanpassungen vorgenommen werden. Abhängig ist die Unterteilung auch von der Prozessgröße. Jeder dieser Phasen werden bestimmte Aufgaben und Funktionen zugeordnet.

Pre-Merger/Merger-Setting

Die Phase des Pre-Merger wird als Phase der „konzeptionellen Anbahnung einer Fusion und deren Entscheidung“ (Föhl, 2004, S. 80) beschrieben. Föhl und Huber schreiben dieser Phase für den öffentlichen Kultursektor eine höhere Wichtigkeit als den nachfolgenden Phasen. (Föhl, 2004, S. 81)

Innerhalb der Pre-Merger-Phase werden drei Unterschritte vorgeschlagen. Zuerst sollen die Visionen und Ziele im Rahmen der Fusion geklärt, dann eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und letztlich eine konkrete Vertragsgestaltungen begonnen werden. (Föhl, 2004, S. 85).

Im Rahmen der konzeptionellen Ausrichtung müssen eine Vielzahl von Fragen geklärt werden, die auf Ziel und Durchführung wirken. Häufig wird der Träger die Anbahnung der Fusion vornehmen. (Weibel, 2007, S. 56; Föhl, 2004, S. 80).

Im Rahmen der Ziel- und Visionsüberlegungen steht natürlich auch immer die Suche nach einem geeigneten Fusionspartner, der in der Regel ein „gleiches bzw. ein ähnliches Kulturprodukt bzw. -dienstleistung anbietet“ (Föhl, 2004, S. 91) und sich in räumlicher Nähe befindet. Für den Bibliothekssektor ist hier im Zeitalter digitaler Produkte Dislozität jedoch nicht zwangsweise ein Hindernis.

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