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Projekt "Verbrannte Orte": Atlas zu den NS-Bücherverbrennungen ist online

7.1.2014, Christiane Christiansen, Quelle: Redaktion dasbibliothekswissen.de
Anfang 2013 suchte der Fotograf Jan Schenk per Crowdfunding nach Sponsoren für sein Projekt "Verbrannte Orte". Jetzt sind erste Ergebnisse in einer Beta-Version zu sehen.

2013 erinnerte sich Deutschland in verschiedenenen Aktionen und Veranstaltungen an die groß inszenierten öffentlichen Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten, die im Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen Universitätsstädten stattfanden. Ein Projekt, das das Zeug hat, viele verschiedene Erinnerungsdokumente in einer eingängigen Darstellung miteinander zu verbinden, ist der Onlineatlas "Verbrannte Orte".

Screenshot verbrannte-orte.de
Screenshot verbrannte-orte.de

Die Grundidee ist einfach: Auf einer Deutschlandkarte werden Orte der Erinnerung an NS-Bücherverbrennungen markiert. Diese Markierungen können angeklickt werden, um zu weiteren Informationen über einen bestimmten Ort und seine Geschichte zu erhalten.

Mit einer Crowdfunding-Kampagne sammelte der Initiator Jan Schenk Anfang 2013 binnen 6 Wochen 3385 Euro von 83 Unterstützern. Jetzt ist die Seite verbrannte-orte.de als Beta-Version für jeden zu sehen. Beta-Version heißt: noch nicht fertig, doch schon fertig genug, um sich ein Bild davon zu machen, wo es hingehen soll. Jeder ist nun eingeladen, die Seite zu testen und Anregungen für Verbesserungen zu geben.

Um das Projekt "rund" zu machen, ist ganz offenbar noch weitere Mithilfe vonnöten. Bisher gibt es nur zu wenigen "verbrannten Orten" Fotos; die Kurzinformationen sind noch recht spärlich. Denkbar und gewünscht ist, zu jedem Erinnerungsort nicht nur Fotos, sondern auch ausführliche Texte und historische Dokumente zu präsentieren. Darum bitten die Macher nicht nur um weitere finanzielle Unterstützung, sondern auch um Hilfe bei den Texten, Infos zu den einzelnen Orten sowie beim Finden von historischen Dokumenten, die auf dieser Seite veröffentlicht werden dürfen.

Kontakt: info@verbrannte-orte.de


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