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Welttag des Buches am 23. April: Feiertag für das Lesen und Urheberrecht

29.3.2017, Anja Giering, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Der 23. April rückt das Medium Buch in all seinen Facetten in den Mittelpunkt: Zum 22. UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts sind auch in diesem Jahr wieder verschiedene Aktionen geplant.

Am 23. April feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte den Weltbuchtag. Gründe und Anlässe, das Ganze mit einem Feiertag zu begehen, gibt es genug – schließlich stellt Lesen eine wichtige Schlüsselkompetenz dar.

Außerdem zielt der Weltbuchtag auf die Verbindung von Buch und Urheber ab, denn im Zusammenhang mit dem Lesen geht es immer auch darum, die Rechte der Autoren zu schützen. Ohne die Urheber kann die Kultur des geschriebenen Wortes nicht existieren. Mit dem Welttag wird also gewürdigt, dass das Buch zur Verbreitung und Bewahrung von Wissen beiträgt.

Warum wird am 23. April gefeiert?

Das Datum geht auf eine katalanische Tradition aus dem 8. Jahrhundert zurück. Demnach beschenken sich die dort heimischen Menschen am Namenstag ihres Schutzpatrons St. Georg gegenseitig mit Büchern und Rosen. Saint Jordi wird am 23. April in Barcelona und Katalonien als Tag der Verliebten und Tag des Buches begangen – auf den Straßen findet dabei rund um zahlreiche Buchstände ein großes Volksfest statt.

Daneben weist das Datum des 23. April eine Reihe literarischer Bezüge auf, welche die Bedeutung des Buches unterstreichen. Dazu gehören das vermutete Geburts- und Todesdatum William Shakespeares, die Todestage des spanischen Nationaldichters Don Quijote und des katalanischen Autors Josep Pla sowie der Geburtstag des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness.

Erst 1995 erklärte die UNESCO den 23. April offiziell zum Internationalen Tag des Buches und des Urheberrechts. Seit 1996 wird der Tag in Deutschland gefeiert.

Welche Aktionen gibt es?

Zentraler Baustein des Weltbuchtages ist die Initiative „Ich schenk dir eine Geschichte“. Jährlich wird ein neuer Titel herausgegeben, den Bibliotheken und Buchhändler zum Selbstkostenpreis erwerben, um ihn an die kleinen Leser zu verschenken. Dieses Mal können sich die Viert- und Fünftklässler über „Das geheimnisvolle Spukhaus“ von Henriette Wich freuen. Der ergänzende Comicroman von Timo Grubing eignet sich auch für Willkommensklassen.

Mit 1,2 Millionen Exemplaren hat das neue Buch die höchste Erstauflage auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt hierzulande. Ziel ist es, allen Kindern attraktive Zugänge zum Lesen zu ermöglichen und die Lesekompetenz zu stärken. Insbesondere nicht-deutschsprachigen Kindern soll ein Einstieg in die Welt der Literatur ermöglicht werden.

Die Lese-Reise mit bundesweit 100 Lesungen bestreiten in diesem Jahr 64 Autoren. Darüber hinaus spenden zahlreiche Buchhändler pro verkauften Buch am Weltbuchtag 25 Cent an ein UNICEF-Projekt, wie zum Beispiel die Lese- und Schulförderung in Afrika.

Der diesjährige Schreib- und Kreativwettbewerb trägt das Motto „Gespenster und Gruseln“. In einem Brief können Schüler davon berichten, was sie einen Tag lang als unsichtbarer Geist tun würden. Zusätzlich können sie sich als Gruselgestalt verkleiden oder ein Bild von einem Geist gestalten. Einsendeschluss ist der 26. Mai 2017, den Gewinnern winken tolle Preise für die ganze Klasse.

Neben diesen beispielhaften Aktionen organisieren tausende Schulen, Buchhandlungen und Bibliotheken zum UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts eigene kleinere Veranstaltungen.

Wer an keiner dieser Aktionen teilnehmen kann, begeht den Welttag am besten mit dem Lesen eines tollen Buches.


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