Konrad Umlauf: Werbemittel, Werbeträger: Ein Überblick (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und
Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm • Prof. Dr. Konrad Umlauf, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 7.5)
In diesem Abschnitt
werden stichwortartig praktische Hinweise für ausgewählte Werbemittel und
Werbeträger gegeben. Unter Werbemitteln versteht man Instrumente wie Broschüren,
Flyer, Plakate, Inserate, Werbesendungen, Werbegeschenke. Werbeträger transportieren
die Inserate, werblichen Aufdrucke, Werbesendungen usw. zur Zielgruppe, z.B.
Zeitung, Zeitschrift, Hörfunk, Fernsehen, Tragetaschen, Anschlagsäule. Internet und
Intranet können je nach Blickwinkel als Werbemittel oder Werbeträger gesehen
werden.
Bibliotheken stehen in der Regel keine Mittel für Inserate oder
Werbesendungen zur Verfügung. Freilich werden Inserate in der Presse weniger
beachtet und als eine weniger glaubwürdige Information wahrgenommen als
redaktionelle Beiträge. Die Stelle, die in der Kommunikationsstrategie von
Unternehmen Inserate einnehmen, muss bei Non-profit-Organisationen durch
Pressearbeit ausgefüllt werden.
Im Gegenteil ist es verbreitet, dass Bibliotheken ihre Print-Werbemittel,
auch Tragetaschen und Websites durch Inserate von dritter Seite ganz oder teilweise
finanzieren. Wichtig ist:
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Der Charakter der Inserenten muss zum Charakter der Bibliothek
bzw. Informationseinrichtung passen. Die Zielgruppen der Inserenten und der
Bibliothek müssen sich möglichst weit decken. Üblich sind Inserate von
Buchhandlungen, Spielwarengeschäften, Fotogeschäften, Sparkasse,
Finanzdienstleistern, Volkshochschule und Museum (ggf. als wechselseitig
nicht vergütete Austauschwerbung), Kinos, Schreibwarenund
Haushaltswarengeschäften, Reisebüros, Bekleidungshäusern. Zum Einwerben von
Inseraten verwendet die Bibliothek bzw. Informationseinrichtung ihre
Kundendaten (Zusammensetzung der Kunden nach Alter, Geschlecht,
Einzugsgebiet, Einkommen bzw. sozialer Position oder Bildungsabschluss).
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