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Konkurrenz für Netflix, Amazon Prime und Co.? Berliner Bibliotheken streamen jetzt Filme und Serien

30.8.2017, Anja Giering, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
In Zusammenarbeit mit der filmwerke GmbH aus Babelsberg hat der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlin die Video-on-Demand-Plattform Filmfriend entwickelt – speziell für Bibliotheken. Kann sich das Streaming-Portal gegen die Konkurrenz behaupten?

Mit Filmfriend tritt seit kurzem ein weiterer Konkurrent in den Wettbewerb der Streaming-Dienste und reiht sich neben die namhaften Konkurrenten Netflix, Amazon Prime und Co. ein. Das Besondere: Es ist das erste Filmstreaming-Portal einer städtischen Bibliothek in Deutschland.

Produktionen abseits des Mainstreams

Während die Ausleihen von CDs, DVDs und Blu-rays seit Jahren rückläufig sind, werden E-Books stark nachgefragt. Mit dem neuen Angebot reagieren die Berliner Bibliotheken auf diese Entwicklungen und möchten vor allem auch neue Zielgruppen erschließen – so bleiben sie im digitalen Markt wettbewerbsfähig. Nach eigenen Angaben ist der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins damit „weltweit ein Pionier im Bereich der digitalen Bibliotheksangebote“. Als Konkurrenz zu Netflix und Co. sehe man sich aber nicht.

Inhaltlich setzt der VÖBB auf deutsche und europäische Produktionen außerhalb des Mainstreams und hebt sich damit von den Wettbewerbern ab: Der Katalog reicht von deutschen Klassikern über anspruchsvolle Dokumentationen bis hin zu internationalem Arthouse-Kino und Kinderserien. Das Angebot umfasst aktuell rund 500 Spielfilme, Dokumentationen und Serien – Tendenz steigend.

Was sind die Konditionen?

Die Video-on-Demand-Plattform ist in den jährlich für den Bibliotheksausweis zu entrichtenden 10 Euro bereits enthalten, sodass keine Mehrkosten für den Nutzer entstehen. Der Log-in erfolgt über das Portal der jeweiligen Bibliothek, die Nutzer melden sich dort mit ihrer Ausweisnummer und ihrem Passwort an. Nutzerbezogene Daten werden aber nicht gesammelt.

Zurzeit ist außerdem eine Meldeadresse in Berlin Voraussetzung für das Streamen. Mehr als 3.000 Menschen nutzen das Angebot seit dem Start Mitte Juli. Die Anzahl teilnehmender Bibliotheken soll in nächster Zeit allerdings erweitert werden. Die Verhandlungen mit anderen städtischen Büchereien in Deutschland laufen – Filmfriend könnte demnach bald mehr als ein Berliner Pionierprojekt sein.

Hier geht es zur Video-on-Demand-Plattform Filmfriend.


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