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Arbeitsrecht: Einleitung

Garantiert 31.3.2014, Karl-Ulrich Langer, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Karl-Ulrich Langer: Arbeitsrecht: Einleitung (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2014, Abschn. 6.1.1)

Arbeitsrecht wird im Allgemeinen definiert als die Summe der Rechtsregeln, die sich mit der in abhängiger Tätigkeit geleisteten Arbeit beschäftigen*. Es bezieht sich also auf das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, aber auch auf das Verhältnis zu den im gleichen Betrieb zusammengeschlossenen Mitarbeitern, auf die Verhältnisse der Arbeitnehmer- und Arbeitgebervereinigungen und ihre Rechtsbeziehungen zueinander sowie auf das Verhältnis der Arbeitsvertragsparteien und ihrer Verbände zum Staat. Das Arbeitsrecht enthält sowohl privatrechtliche wie öffentlichrechtliche Regelungen. Zum Privatrecht zählen vor allen Dingen die Regelungen, die das Arbeitsvertragsrecht inhaltlich bestimmen, also z.B. das BGB, das HGB usw. Dem öffentlichen Recht zuzurechnen sind insbesondere alle Normen des Arbeitsschutzrechts, wie z.B. das ArbZG oder das ArbSchG.

Ebenfalls zum öffentlichrechtlichen Bereich des Arbeitsrechts gehört das kollektive Arbeitsrecht wie es z.B. im TVG, BetrVG oder in den Personalvertretungsgesetzen der Länder kodifiziert ist.

Das Arbeitsrecht gehört zu den am meisten zersplitterten und unübersichtlichsten Rechtsgebieten, weil es völlig unsystematisch in einer Fülle von Gesetzen geregelt ist. Es fehlt insoweit an einer übergreifenden Rechtskonzeption. Nach wie vor sind auch weite Bereiche des Arbeitsrechts gesetzlich überhaupt nicht geregelt, wie z.B. das Recht der Arbeitnehmerhaftung, vor allem aber das Arbeitskampfrecht.

Das deutsche Arbeitsrecht ist deshalb weitestgehend Richterrecht, d.h. die rechtlichen Grundlagen werden von den Arbeitsgerichten, in erster Linie natürlich vom BAG, im Wege der richterlichen Rechtsfortbildung geschaffen. Dies ist unbefriedigend, weil der Richter an sich nicht die Aufgabe hat, Recht zu schaffen, sondern Recht anzuwenden. Bei unzureichenden gesetzlichen Vorgaben ist er darauf beschränkt, mit den anerkannten Methoden der Rechtsfindung das materielle Recht aus den Rechtsgrundlagen abzuleiten, die für das betreffende Rechtsverhältnis maßgeblich sind

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