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Arbeitszeitmodelle: Sabbatical

Garantiert 28.10.2016, Ulrich Naumann, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Ulrich Naumann: Arbeitszeitmodelle: Sabbatical (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 4.4.5.3)

Das Sabbatical ist eine Form der Arbeitszeitverkürzung, in der mit dem Ziel, einen längeren Zeitraum (in der Regel ein Jahr) nicht arbeiten zu müssen, mehrere Jahre vor dem Sabbatical voll gearbeitet wird, die Vergütung jedoch nur nach dem fiktiven Teilzeitvolumen gewährt wird. Auch wenn mit dem Sabbatical nicht unbedingt eine Verkürzung der chronometrischen Lebensarbeitszeit (also das Renteneintrittsalter oder die Pensionsgrenze) verbunden ist, da der Beschäftigte nach dem Sabbatical wieder volltags in den Beruf zurückkehrt, wirkt sich eine so über mehrere Jahre verkürzte Arbeitszeit beispielsweise auf eine niedrigere Rente aus, da während der Ansparzeit und der Freistellungsphase verringerte Rentenbeiträge fällig werden.

Beabsichtigt der Arbeitnehmer nach vier Jahren ein fünftes ganzes Jahr der Arbeit fernzubleiben, arbeitet er deshalb vier Jahre zu Teilzeitbezügen von 80 %, die ihm dann auch im fünften Jahr, dem Jahr des Sabbaticals, gewährt werden. Es gibt auch andere Modelle, etwa in Nordrhein-Westfalen. In § 64 Landesbeamtengesetz NRW (Jahresfreistellung) kann ein Sabbatical auf Antrag auch in der Weise bewilligt werden, dass dem Beamten gestattet wird, auf die Dauer von drei bis sieben Jahren die Arbeitszeit auf zwei Drittel bis sechs Siebtel der regelmäßigen Arbeitszeit mit der Maßgabe zu ermäßigen, dass er zwei bis sechs Jahre voll beschäftigt und anschließend ein ganzes Jahr voll vom Dienst freigestellt wird.* Bisher spielt das Sabbatical lediglich eine untergeordnete Rolle in der Arbeitszeitflexibilisierung. Es macht maximal einen niedrigen einstelligen Prozentsatz aller Teilzeitbeschäftigungen aus. Personalverwaltungen haben vielfach keine oder kaum Erfahrungen mit Sabbaticals und scheuen den organisatorischen Aufwand, den die Freistellung einer Arbeitnehmerin oder eines Arbeitnehmers mit sich bringt. Besonders eine dünne Personaldecke erschwert es, Beschäftigte für einen begrenzten Zeitraum adäquat zu ersetzen.

Es ist oftmals eine Vertrauenssache, ob sich der Arbeitgeber bereitfindet, das Sabbatical vor dem vollständigen Erbringen der „Ansparleistung“ zu gewähren, weil er das Risiko scheut, Gehalt für eine erst in der Zukunft zu erbringende Arbeitsleistung zu zahlen. Hier ließe sich an bestimmte privatrechtliche Vereinbarungen oder Bürgschaften denken, die den Arbeitgeber vor finanziellem Schaden bewahrt.

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