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Bibliotheken meistern den Wandel

24.9.2014, Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Technische Informationsbibliothek (TIB)
15. Jahrestagung des Arbeitskreises (AK) Bibliotheken und Informationseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft

Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Gäste aus bibliothekarischen Arbeitskreisen weiterer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen begrüßte Elke Bubel vom Leibniz-Institut für neue Materialien und Sprecherin des AK Bibliotheken am 10. September 2014 in Bonn. Die Tagung eröffnete York Sure-Vetter, Präsident von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Er überbrachte nicht nur die Grüße des Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, sondern spannte in seiner Keynote auch den Bogen von der Tontafelbibliothek des Assurbanipal zu den heutigen Anforderungen durch Science 2.0 – und gab damit das Motto für die Tagung vor: „Bibliotheken meistern den Wandel“.

Der erste Tag war erfüllt mit Praxisberichten zur Einführung von Discovery-Systemen in verschiedenen Einrichtungen außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft. Die Vortragenden berichteten sowohl vom Tal der Tränen als auch von den Gipfelfreuden und gaben somit einen breiten Einblick in die An- und Herausforderungen in diesem Bereich. Berichte zur Arbeit des zehnköpfigen Sprecherrats des AK und den Lizenz- und Konsortialverhandlungen für die Institute der Leibniz-Gemeinschaft, die Entwicklungen zum Kerndatensatz Forschung sowie die Leistungen von Forschungsinformationssystemen standen am Vormittag des zweiten Tages auf dem Programm. Am Nachmittag wurde erstmals ein neues Format erprobt: Im Rahmen eines „World Café“ diskutierten die Teilnehmenden Fragen zum Bibliotheksmarketing. „Wie kann die Bibliothek zur Leistung der Institution beitragen?“ und „Was leistet die Bibliothek für ihre Nutzer?“. Mit Impulsreferaten spornte Simone Fühles-Ubach von der Fachhochschule Köln die Teilnehmenden an, diesen Fragen nachzugehen. Der Tag endete mit dem Besuch des Zoologischen Museums Alexander König – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere. Nachts im Museum gab es spannende Einblicke in die Arbeit der Einrichtung, die neben der Forschung in Feld und Labor auch mit den Aufgaben der Bibliotheken – Sammeln, Erschließen, Bereitstellen, Archivieren – zahlreiche Übereinstimmungen hat.

Open Access mit Vorträgen zu den Themen „Rechtliche Risiken bei der Open-Access-Bereitstellung“ und „Praktische Erfahrungen mit Article Processing Charges in den Bibliotheken der Max-Planck-Gesellschaft“ sowie Science 2.0 mit dem Berichten aus dem Forschungsverbund Science 2.0, der von der ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel koordiniert wird, rundeten das Programm ab. Zum vollständige Programm: http://arbeitskreis-bibliotheken-informationseinrichtungen.inm-gmbh.de/jahrestagungen/jahrestagung-2014/

Im AK Bibliotheken und Informationseinrichtungen sind sowohl die Bibliotheken der Forschungsinstitute als auch die überregionalen Informationsinfrastruktureinrichtungen vertreten. Hierzu gehören die zentralen Fachbibliotheken – die Technische Informationsbibliothek (TIB), ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften und ZBW – sowie die Informationsinfrastruktureinrichtungen GESIS, FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und ZPID – Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation. Eine gelungene Symbiose: Die „Großen“ erhalten sehr direkten Einblick in die Anforderungen aus der Wissenschaft an Fachinformationen, die Institutsbibliotheken profitieren von den Dienstleistungen, Services und der Vernetzung.

Die nächste Jahrestagung findet vom 16. bis 18. September 2015 in Bremen statt.


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