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Bibliotheksportrait: Die Zentralbibliothek der Sportwissenschaften (ZBS) Köln – Offensive Demonstration von Fachkompetenz

Garantiert 16.8.2006, Jürgen Schiffer, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Jürgen Schiffer: Bibliotheksportrait: Die Zentralbibliothek der Sportwissenschaften (ZBS) Köln – Offensive Demonstration von Fachkompetenz (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 2.3.1)

Literaturhinweise

Jürgen Schiffer: Literaturhinweise (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 2.3.1.0)

Amendt, A. & Schiffer, J. (2004). Wissenschaftliches Arbeiten mit Literatur im Sportstudium (Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln, Bd. 3). Köln: Strauß

Ball, R. (2000). Imagebildung und Imagepflege in Spezialbibliotheken. B.I.T. Online, 3 (4), S. 413–420

[Borkenhagen, F.] (2002). Jürgen Schiffer: Wege zur Marathon Literatur […]. dvs-Informationen, 17 (3), S. 59 [Rezension]

[Borkenhagen, F.] (2004). Jürgen Schiffer: Wege zur Höhentrainingsliteratur […]. dvs-Informationen, 19 (1), S. 49 [Rezension]

Decker, W. & Rieger, B. (2005). Bibliographie zum Sport im Altertum für die Jahre 1989 bis 2002 (Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln, Bd. 4). Köln: Strauß

Komorowski, M. (2002). Wege zur Marathonliteratur: eine kommentierte Bibliografie / Jürgen Schiffer […]. IfB, 10 (2), 02-2-392 [Rezension]

Komorowski, M. (2004). Wege zur Höhentrainingsliteratur: eine kommentierte Bibliografie = An approach to the literature of altitude training / Jürgen Schiffer […]. IfB, 12 (1), 04-1-262 [Rezension]

Kuhlmann, D. (2003a). Wege zur Marathonliteratur: 1.888 Literaturhinweise zum Marathonlauf. Zugriff am 27. Juli 2006 unter http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/001169 [Rezension]

[Kuhlmann, D.] (2003b). Alles zum Thema „Marathon“. DSB Presse, (6), S. 45 [Rezension]

Kuhlmann, D. (2003c). Jürgen Schiffer: Wege zur Marathonliteratur. Eine kommentierte Bibliografie […]. Laufzeit, (11), S. 30–31 [Rezension]

Kuhlmann, D. (2003d). LAUFliteraTOUR (21): Jürgen Schiffer: Wege zur Marathonliteraur […]. Laufzeit, (6), S. 45 [Rezension]

Lemke, K.-H. (1993). Bibliothek der Deutschen Sporthochschule – Zentralbibliothek der Sportwissenschaften (ZBS). In S. Corsten (Hrsg.), Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Band 4: Nordrhein-Westfalen K-Z (S. 94–99). Hildesheim: Olms-Weidmann

O. A. (2003). Wege zur Marathonliteratur. Running, (Special 1), S. 55 [Rezension]

Rösch, H. (1998). Informationsdienst in Bibliotheken – das hat uns gerade noch gefehlt! Gedanken zur Aktualität eines alten Hutes. Buch und Bibliothek, 50 (4), S. 220–226

Schiffer, J. (2002a). Wege zur Marathonliteratur: Eine kommentierte Bibliografie (Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln, Bd. 1). Köln: Strauß

Schiffer, J. (2002b). Band 1 der „Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften“ erschienen. Kurier: Informationen der Deutschen Sporthochschule Köln, 25 (6), S. 2

Schiffer, J. (2003a). Wege zur Höhentrainingsliteratur: Eine kommentierte Bibliografie / An approach to the literature of altitude training: an annotated bibliography (Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln, Bd. 2). Köln: Strauß

Schiffer, J. (2003b). Band 1 der „Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften“ erschienen. ProLibris, 8 (4), S. 123–124

Schiffer, J. (2004). Band 2 der „Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften“ erschienen. Kurier: Informationen der Deutschen Sporthochschule Köln, 27 (1), S. 2

Schiffer, J. (2006). LiteraTOR!!! Bücherkatalog zur Ausstellung in der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 (Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln, Bd. 5). Köln: Strauß

Steffny, M. (2002). Mammutwerk. Spiridon, 28 (12), S. 91 [Rezension]

Aufgabe und Funktion der ZBS

Jürgen Schiffer: Aufgabe und Funktion der ZBS (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 2.3.1.1)

Am Beispiel der ZBS kann gezeigt werden, dass hochqualifizierte Informationsprodukte nicht nur ein Ergebnis der Produktpolitik sind, sondern sich auch als Instrument der Kommunikationspolitik einsetzen lassen. Dazu bedarf es allerdings einer offensiven Strategie.

Die ZBS ist die weltweit größte Spezialbibliothek zum Thema ‚Sportwissenschaft’ und die zentrale Fachbibliothek der Bundesrepublik Deutschland. In ihrer Funktion als Universitätsbibliothek der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln hat sie die Aufgabe, die Studierenden und Lehrenden bzw. Forschenden an der DSHS mit Information zu versorgen. Als Spezialbibliothek und Sondersammelgebietsbibliothek der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) dient die ZBS der überregionalen Literaturversorgung. Ihr Bestand umfasst ca. 377.000 Medien (Ende 2005), darunter 1.618 laufende Zeitschriften, ca. 2.000 Videos oder DVDs, ca. 4.300 Dissertationen und ca. 14.350 Diplomarbeiten. Die Lehrbuchsammlung umfasst ca. 10.400 Bände.

Die Bestände der DSHS werden von der ZBS in die Verbunddatenbank NRW (HBZ-Verbund) sowie in die Zeitschriftendatenbank (ZDB) und in die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) katalogisiert. Die ZBS kooperiert mit anderen Hochschulbibliotheken (z.B. bei der Fernleihe), ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsbibliotheken NRW (AGUB), der Arbeitsgemeinschaft Sportwissenschaftlicher Bibliotheken (AGSB) innerhalb der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), deren Vorsitzenden sie auch stellt, sowie beratendes Mitglied der Bibliothekskommission und der IuK-Tz-Kommission der DSHS. In § 15 der gültigen Grundordnung der DSHS ist die ZBS als zentrale Betriebseinheit verankert.

Sammelgebiete der ZBS

Jürgen Schiffer: Sammelgebiete der ZBS (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 2.3.1.2)

Die Sammelgebiete der ZBS können in allgemeine und besondere Sammelgebiete unterteilt werden.

Allgemeine Sammelgebiete der ZBS sind die Mutterdisziplinen der interdisziplinären Sportwissenschaft: z.B. Geschichte, Medizin, Pädagogik, Philosophie, Politische Wissenschaft, Psychologie, Rechtswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften (soweit sportwissenschaftlich relevant).

Besondere Sammelgebiete der ZBS sind die sportwissenschaftlichen Teildisziplinen, Sportbereiche und Sportdisziplinen: z.B. Alterssport, Behindertensport, Frauensport, Kinder- und Jugendsport, Freizeitsport, Rehabilitationssport, Sportbiochemie (insbesondere in Bezug zur Dopingproblematik), Sportbiomechanik, Sportgeschichte (einschließlich der Quellentexte zu den historischen Formen von Leibesübungen und zur Entwicklung ihrer Institutionen und Organisationen), Sportinformatik, Sportmedizin (unter besonderer Berücksichtigung der Leistungsphysiologie und Sporttraumatologie), Sportökonomik, Sportpädagogik, Sportpolitik, Sportpsychologie, Sportpublizistik, Sportsoziologie, Trainingswissenschaft und Bewegungslehre. Hinzu kommt Literatur zu den Olympischen Spielen sowie praxisorientierte Literatur zu den einzelnen Sportarten sowie deren Didaktik, Trainings- und Bewegungslehre.

Gemäß dem Sammelauftrag der ZBS sollte prinzipiell jedes sportwissenschaftlich relevante Werk, das irgendwo in der Welt erscheint, beschafft werden. Dennoch wurde 2002 eine Einschränkung auf folgende Fremdsprachen vorgenommen: Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Diese Entscheidung war insbesondere erforderlich, weil der Kauf von sportwissenschaftlicher Literatur in ‚exotischen’ Sprachen nur auf Kosten der Anschaffungen von Literatur in den oben genannten Fremdsprachen, insbesondere von englischsprachiger Literatur, erfolgen könnte. Der der ZBS von der Deutschen Forschungsgesellschaft für den Kauf sportwissenschaftlicher Literatur des Auslands bereitgestellte Etat von ca. 52.350,– Euro (2006) reicht jedoch selbst für den Kauf der gesamten sportwissenschaftlich relevanten Literatur in englischer Sprache nicht aus.

Ab 2003 wurden auch rigidere Selektionskriterien im Bereich der sportpraktischen Literatur eingeführt. Diese betreffen insbesondere den sportartunspezifischen Fitnessbereich, aber auch einzelne besonders publikationsintensive und damit zu ‚Publikationsredundanz’ neigende Sportarten (wie z.B. Reiten, asiatische Kampfkünste, Baseball und Schach). Andererseits wurden die Selektionskriterien für die ebenfalls sehr reichhaltige Fußballliteratur vor dem Hintergrund der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ausgeweitet. Diese Ausweitung des Sammelschwerpunkts betrifft insbesondere den Bereich der Fußballspielerbiografien und Vereinshistorien. Dieses Beispiel macht auch deutlich, dass der Sport – möglicherweise im Gegensatz zu den meisten anderen Fachgebieten – länger- oder kurzfristigen Trends unterliegt, auf die sich eine entsprechende Spezialbibliothek in ihrer Erwerbungspolitik einstellen muss. Diesen Schwankungen unterliegt auch die Sportwissenschaft, was dort insbesondere dazu führt, dass die Literatur der Mutter- und Nachbarwissenschaften – je nachdem, welcher Trend gerade dominiert – unterschiedlich relevant und damit sammelnswert erscheint.

Insgesamt bedeuten die geschilderten Sachverhalte, dass das (bislang allenfalls in Ansätzen schriftlich fixierte) Erwerbungsprofil der ZBS flexibel gehandhabt und stets situationsadäquat angepasst werden muss, um den grundsätzlich heterogenen und sich obendrein häufig ändernden Bedürfnissen der Nutzer(innen) gerecht zu werden. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass einer prinzipiell anzustrebenden Vollständigkeit gerade in einer sportwissenschaftlichen Spezialbibliothek von vornherein Grenzen gesetzt sind.

Kataloge

Jürgen Schiffer: Kataloge (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 2.3.1.3)

OPAC

Über die Internetadresse http://www.zbsport.de und den Link ‚Katalog -> Online-Katalog’ kann auf den OPAC der ZBS mit der Suchmaske für die Recherche innerhalb des Bestandes zugegriffen werden. Über den OPAC sind grundsätzlich alle Zeitschriften, Bücher sowie Diplomarbeiten, Dissertationen, Videos, CD-ROMs und andere audiovisuelle Medien, die ab 1989 erworben wurden, recherchierbar. Die Suche erfolgt entweder im Gesamtkatalog oder in bestimmten Teilkatalogen (Zeitschriftenkatalog, Hochschulschriftenkatalog, Videokatalog oder im Teilkatalog der Lehrbuchsammlung) über Stichworte, eine Verschlagwortung der Neuerwerbungen erfolgt nicht. Die vor 1989 erschienene Literatur muss größtenteils im zentralen Zettelkatalog recherchiert werden. Bislang wurden nur Teile der älteren Bestände (so z.B. die kompletten Zeitschriften und Videos) im Zuge der Retrokatalogisierung in den Onlinekatalog aufgenommen.

Mit Hilfe der Eingabezeile „SportPilot“ auf der Eingangsseite des ZBS-Web-Auftritts kann übergreifend nicht nur im ZBS-OPAC, sondern auch in anderen angebotenen Beständen recherchiert werden, so im von der ZBS angebotenen Munzinger-Archiv (Internationales Sportarchiv), im von der ZBS übernommenen Gießener Alterssport-Archiv, in einem Current-Contents-Dienst sämtlicher Zeitschriften der ZBS sowie in allen Web-Seiten und in den Presse-Mitteilungen der DSHS.

Zettelkataloge

Die Zettelkataloge der ZBS umfassen neben einigen Sonderkatalogen (z.B. ‚Alphabetisches Verzeichnis der Radsportliteratur’ und ‚Alphabetisches Verzeichnis der Skisportliteratur’, beide Köln 1985) und historischen Katalogen (z.B. ‚Bücher-Verzeichnis des Archivs der Deutschen Turnerschaft’, Leipzig 1880, 1. Nachtrag 1881 und ‚Deutsche Hochschule für Leibesübungen. Bücherverzeichnis’, Berlin 1927) im Wesentlichen die allgemeinen Kataloge. Hierbei handelt es sich um:

den alphabetischen Benutzer- und Dienstkatalog der Zentraleinheit (‚Hauptkatalog’; Anlage nach den Preußischen Instruktionen (PI)),

den systematischen Katalog der Zentraleinheit (‚Hauptkatalog’; Anlage nach eigener Systematik in 68 Hauptgruppen und diversen Untergruppen),

den alphabetischen und systematischen Zeitschriftenkatalog (Anlage nach PI; gleiche Systematik wie beim vorigen Eintrag),

den alphabetischen und systematischen Katalog der Reichsakademie für Leibesübungen (Ordnung nach PI; gleiche Systematik wie im systematischen Katalog der Zentraleinheit; Literatur wird nicht im Hauptkatalog nachgewiesen),

den alphabetischen und systematischen Katalog der Bücherei der Deutschen Turnerschaft (Ordnung nach PI; alte Systematik der Deutschen Turnerschaft; Literatur wird nicht im Hauptkatalog nachgewiesen).

Mehrwertinformationsdienste als öffentlichkeitswirksame Sonderleistung einer Spezialbibliothek

Jürgen Schiffer: Mehrwertinformationsdienste als öffentlichkeitswirksame Sonderleistung einer Spezialbibliothek (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 2.3.1.4)

Die obigen Ausführungen zeigen, dass die ZBS, wie andere Bibliotheken auch, Bücher und andere Medien sammelt, erschließt, bereitstellt und auf diese Weise die darin enthaltenen Informationen vermittelt. Über ihren eigenen Bestand hinausgehende Informationen macht die ZBS zugänglich, indem sie ihren Benutzern den Zugriff auf elektronische Publikationen und externe Informationsbestände in Datennetzen ermöglicht.

Analog zu anderen wissenschaftlichen Bibliotheken ist jedoch ein nicht unerheblicher Teil des ZBS-Bestandes überhaupt nicht erschlossen und insofern auch für die Benutzer(innen) nicht oder nur schwer recherchierbar. Dies betrifft insbesondere die Beiträge von Sammelwerken, die auch von den (von vielen Bibliotheken zumindest zum Teil angebotenen) Literaturdatenbanken nicht immer lückenlos erschlossen werden.

Maßnahmen, die dazu dienen, u.a. bislang nicht erschlossene Bestandsanteile zugänglich zu machen, sind als Mehrwert-Informationsdienstleistungen anzusehen, da sie über die Grunddienste der Bibliotheken hinausgehen. Zu diesen Maßnahmen gehören nicht nur die bloße Online-Erfassung der bibliografischen Daten, sondern insbesondere die Erstellung und Herausgabe mehr oder minder verdichteter gedruckter Informationsdienste durch die jeweiligen Bibliotheken selbst. Für diese Aufgabe sind gerade Spezialbibliotheken prädestiniert, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass ihr Bestand bzw. das von ihnen abgedeckte Themenspektrum relativ begrenzt, folglich überschaubarer und gezielter erschließbar ist. Derartige zusätzliche Informationsdienstleistungen können auch wirksame Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sein, die dazu beitragen, die Position und das Image der betreffenden Bibliothek in der mit ihr in engem Kontakt stehenden ‚Scientific Community’ zu verbessern. Hierdurch wird die Erstellung dieser Informationsdienste zusätzlich gerechtfertigt.

Als Rahmen für die Erstellung bibliothekarischer Mehrwert-Informationsdienstleistungen dient der ZBS die im Jahr 2002 ins Leben gerufene Schriftenreihe der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln.

Die Schriftenreihe der ZBS

Jürgen Schiffer: Die Schriftenreihe der ZBS (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 2.3.1.5)

Zur Konzeption der Schriftenreihe

Ein wichtiges Ziel der Schriftenreihe der ZBS besteht darin, einen Beitrag zur Beseitigung des traditionellen bibliothekarischen Informationsdefizits zu leisten. Durch bibliografische Übersichtspublikationen zu unterschiedlichen sportwissenschaftlichen Themen oder Bereichen soll auch die Literatur erschlossen werden, die über die herkömmlichen Wege der bibliothekarischen Erschließung nicht zugänglich ist, gleichwohl jedoch zu Bibliotheksbestand gehört. Die in dieser Reihe erfolgenden Veröffentlichungen stellen insofern einen bibliothekarischen Mehrwert dar. Dieser Mehrwert wird dadurch noch erhöht, dass es sich um strukturierte und kommentierte bibliografische Darstellungen handelt. Das heißt, die Literaturinformationen werden nicht nur alphabetisch nach Verfasser(n) geordnet präsentiert, sondern sie werden nach Themen und inhaltlichen Schwerpunkten in einzelnen Kapiteln und Unterkapiteln zusammengefasst. In einem einleitenden Kommentar werden aus der Literatur ablesbare Entwicklungen dargestellt, besonders wichtige Publikationen hervorgehoben und andere Publikationen kritisch bewertet. Im Rahmen dieser Evaluation werden Forschungsschwerpunkte ebenso deutlich wie Forschungsdefizite. Derart angelegte bibliografische Darstellungen nehmen den Charakter von State-of-the-Art-Reports oder Fortschrittsberichten an, sie spiegeln nicht nur Erkenntnisse wider, sondern können auch selbst zum Erkenntnisfortschritt beitragen.

Perspektivisch gesehen, soll die Reihe der ZBS jedoch nicht nur aus bibliografischen Darstellungen bestehen, sondern es sollen auch bibliothekarische Themen behandelt werden, die entweder einen engen fachlichen Bezug zur Sportwissenschaft besitzen (geplant ist bspw. eine vergleichende Bewertung sportwissenschaftlicher Literaturdatenbanken) oder auf diese anwendbar sind. Eine fachlexikografische Publikation ist ebenfalls in Arbeit.

In jedem Fall soll deutlich gemacht werden, dass Fachwissenschaften und ihre Bibliotheken keine derart getrennten Bereiche sind, dass in dem einen Bereich geforscht und in dem anderen Bereich die gewonnenen Erkenntnisse nur gesammelt werden. Das Ziel besteht darin, zu zeigen: Fachbibliotheken können das Wissen ihres Faches auch reflektieren und der Fachwissenschaft vielleicht sogar den einen oder anderen Impuls vermitteln.

Bei den ersten beiden Bänden der ZBS-Schriftenreihe handelt es sich um Bibliografien bzw. State-of-the-Art-Reports zum Marathonlauf und zum Höhentraining.

Zur Themenwahl der Reports

Entschließt sich eine Bibliothek zur Erstellung von Mehrwertinformationsdiensten, so sollten die in diesen Produkten behandelten Themen nicht nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden, sondern die Themenwahl sollte anlass- bzw. bedarfsorientiert erfolgen: „Benutzerorientierung muss darin bestehen, dass im Dienstleistungsbetrieb Bibliothek Produkte erstellt werden, die von den Benutzern bzw. Kunden tatsächlich benötigt werden. Die Dienstleistung wird also nicht bedarfsunabhängig erbracht, sondern nach Marketingmethoden am Bedarf der Benutzer ausgerichtet“ (Rösch, 1998, S. 220). Insofern erfolgte auch die Wahl der Themen der im Folgenden vorgestellten Reports aufgrund bedarfsbezogener Überlegungen.

Der Report Wege zur Marathonliteratur wurde in Vorbereitung des seit 1997 jährlich in Köln durchgeführten City-Marathons, der mittlerweile drittgrößten Marathonveranstaltung in Deutschland, erstellt. Die sich seit etwa Mitte der 1990er Jahre explosiv entwickelnde Marathonszene hat auch zu einer kaum noch überschaubaren Zahl und Vielfalt einschlägiger Publikationen geführt. Es wurde daher höchste Zeit, zumindest die Publikationen der Jahre 1990 bis 2002 übersichtlich zusammenzustellen und damit erstmals eine gewisse Orientierung in diese ausufernde Sparte der Sportliteratur zu bringen.

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