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Bibliotheksportrait: RDA-Einführung an der UB Leipzig (Teil 2)

Garantiert 14.6.2016, Jens Lazarus, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Jens Lazarus: Bibliotheksportrait: RDA-Einführung an der UB Leipzig (Teil 2) (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 2.3)

RDA-Einführung an der UB Leipzig

Jens Lazarus: RDA-Einführung an der UB Leipzig (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 2.3.1)

Kommunikation, Entscheidungslinien

Jens Lazarus: Kommunikation, Entscheidungslinien (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 2.3.1.4)

Ein neues Regelwerk wirkt sich direkt auf den Katalogisierungsalltag aus; es bedeutet grundsätzliche Veränderungen der Arbeitsbasis, was auch zu Vorbehalten oder Widerständen führt. Die Entscheidung für den Umstieg wird auf überregionaler Ebene getroffen. Das reduziert zwar das Konfliktpotential innerhalb der UB Leipzig, führt aber dennoch nicht automatisch zu einer Akzeptanz von RDA. Die Notwendigkeit eines Regelwerkumstieges wird im Kontext der alltäglichen Praxis nicht als zwingend notwendig empfunden. Umso wichtiger ist es, für so ein relativ aufwendiges Projekt zu werben, Inhalte und Zielstellungen deutlich zu kommunizieren.

In der UB Leipzig gab es bereits 2010 eine erste Veranstaltung zu dem noch in der Entwicklung befindlichen Regelwerks. In kürzer werdender Frequenz werden seit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert. Das erfolgt im Rahmen einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe der UB Leipzig, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu spezifischen Themen berichten sowie über interne Blogbeiträge. Informations- und Schulungsmaterialien zum Thema RDA werden im Intranet der UB Leipzig in einem Verzeichnis abgelegt und stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung.

In den Dienstberatungen der Direktion wird in größeren Abständen zu den Entwicklungsschritten von RDA berichtet.

Grundsatzentscheidungen zu Anwendungsregeln

Trotz überregionaler und verbundseitiger Festlegung zur Anwendung des neuen Regelwerkes, gibt es für jede Einrichtung Spielräume bei der Umsetzung von RDA. Um hier innerhalb der UB Leipzig einheitlich vorzugehen, wird von der Projektgruppe RDA im Rahmen mit der inhaltlichen Beschäftigung mit RDA eine Entscheidungstabelle geführt, in der verschiedene Anwendungsfälle gelistet sind.

Diese Entscheidungstabelle wird mit der verantwortlichen Bereichsleitung abgestimmt und zur finalen Bestätigung in der Dienstberatung des Direktors vorgestellt. Aus ihr resultieren verbindliche Erfassungsregeln für die UB Leipzig. Es werden praktische Anwendungsfragen geregelt, wie zum Beispiel die Aufnahme von Hochschulschriften (soll die Universität als gradverleihende Institution erfasst werden oder nicht?).

Eine grundsätzliche Entscheidung betrifft die Übertragung von RAK-Aufnahmen nach RDA. Hier hat sich die UB Leipzig in einer Aufwandsabschätzung entschieden, vorhandene RAK-Katalogisate in entsprechender Qualität unverändert zu übernehmen. In der Praxis zieht das die Anwendung von zwei Regelwerken nach sich: für Neuaufnahmen gilt die Erfassung nach RDA, bei Datenübernahmen bleibt ein vorhandenes RAK-Katalogisat unverändert bestehen.

Schulungen, Schulungsunterlagen, Zielgruppen

Jens Lazarus: Schulungen, Schulungsunterlagen, Zielgruppen (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 2.3.1.5)

Rahmenbedingungen

Neben dem Zeitplan mit den entsprechenden Arbeitspaketen wird durch den Inhalt und die normierende Struktur der Schulungsunterlagen der Handlungsrahmen für den Umstieg auf RDA vorgegeben. Das Schulungskonzept und die Schulungsunterlagen werden auf überregionaler Ebene von der Themengruppe Schulungen, beauftragt von der AG RDA, erarbeitet und stehen ab Januar 2015 modulweise zur Verfügung.

Schulungskonzept der AG RDA*

Das Schulungskonzept ist modular aufgebaut und definiert für die sechs Module fünf unterschiedliche Zielgruppen.

Module

Modul 1

Grundlagen der RDA

Modul 2

Basiswissen Katalogisierung (Theorie)

Modul 3

Basiswissen Katalogisierung: Monografien und fortlaufende Ressourcen (Praxis)

Modul 4

Normdaten

Modul 5A

Aufbauwissen Katalogisierung: Monografien

Modul 5B

Aufbauwissen Katalogisierung:
Fortlaufende Ressourcen

Modul 6

Spezialschulungen


Zielgruppen

  1. Personen, die einfache Katalogisate erstellen, Fremddatennutzer

  2. Personen, die schwierige Katalogisate erstellen

  3. Personen, die spezielle Ressourcen erschließen (z. B. Karten, Musikalien)

  4. Personen mit passiven Regelwerkskenntnissen (z. B. Benutzung, Fachreferate, Erwerbung, Systemverantwortliche)

  5. Personen, die nur Normdaten erfassen und korrigieren

Die Schulungsunterlagen werden in der ersten Stufe zunächst formatneutral erstellt und müssen in der Folge aber an das Anwenderformat des jeweiligen Bibliotheksverbundes angepasst werden.

Schulungen, Schulungsunterlagen, Zielgruppen an der UB Leipzig

Kern und Voraussetzung der Regelwerkumstellung ist die Vermittlung neuer Regelwerkskenntnisse. Methodisch und inhaltlich wird die UB Leipzig im Rahmen des Bibliotheksverbundes durch das BSZ angeleitet, welches inhaltlich wiederum dem Schulungskonzept der überregionalen AG-RDA folgt. Die Vermittlung von Regelwerkskenntnissen im SWB erfolgt nach dem „Schneeballprizip“:

Schulungsplanung BSZ

  1. Initialschulung: BSZ schult die Mitglieder der Schulungs-AG

  2. Multiplikatoren-Schulung: Mitglieder der Schulungs-AG schulen Multiplikatoren vor Ort

  3. Mitarbeiterschulung: Multiplikatoren schulen „Töchter“-Bibliotheken

Im Schulungskonzept des BSZ sind die Schulungen methodisch als Vortragsveranstaltungen (Präsenzblöcke) mit ergänzendem Selbststudium und Übungsphasen vorgesehen. Der kalkulierte Zeitumfang beträgt für die Basisschulung (Modul 1, 2, 3) und für die Aufbauschulung (Modul 4, 5A) jeweils fünf, also insgesamt 10 Tage.

Für die UB Leipzig werden diese Vorgaben für Schulungen und die Schulungsunterlagen spezifisch angepasst und auf für die tägliche Praxis relevante Fälle reduziert; Arbeitshilfen und Beispielsammlungen werden erarbeitet. Ein ergänzendes Selbststudium oder nachgeführte selbständige Übungsphasen sind optional; praktisch wird diese Art der Aneignung nur im konkreten Anwendungsfall eine Rolle spielen.

Die Schulungsunterlagen werden stark komprimiert und etwa auf die Hälfte des ursprünglichen Umfanges verkürzt. Ergänzt werden eigene Beispiele und im Kontext der UB Leipzig notwendige Erläuterungen. Die Anpassung der Schulungsunterlagen ist aufwendig, hat aber den Nebeneffekt, dass die inhaltliche Beschäftigung mit RDA durch die Projektgruppe sehr intensiv ist und eine stabile Regelwerkskompetenz aufgebaut wird.

Auch methodisch wird ein etwas veränderter Ansatz gewählt, um die Vermittlung auf das für die Praxis notwendige Maß zu beschränken. Für die Einführung und die Grundlagen von RDA wird eine Vortragsveranstaltung konzipiert, die an drei Terminen für alle an der Katalogisierung beteiligten Kolleginnen und Kollegen angeboten wird.

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