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Buchhandlung liegt bei der Beratung vor Internet

22.8.2014, Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Vorsicht Buch!-Studie: Gerade junge Menschen setzen auf Beratung im Buchhandel. Großstädter lesen zur Entspannung häufiger als Einwohner kleiner Städte.

Von wegen Abgesang auf den lokalen Einzelhandel: Bevor sich die Deutschen Buchtipps für den Urlaub aus dem Internet holen, lassen sie sich lieber von Buchhändlern vor Ort beraten. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Studie der Kampagne Vorsicht Buch!. Besonders Bürger aus Sachsen-Anhalt, Hessen und Nordrhein-Westfalen schätzen die kompetente Beratung vor Ort. Insgesamt lassen sich knapp 24 Prozent der Deutschen vom Buchhändler beraten. Demgegenüber kommen Tipps aus dem Internet mit insgesamt 15,1 Prozent aller Befragten auf den letzten Platz der Inspirationsquellen, hinter Empfehlungen von Freunden oder Kollegen sowie Bestsellerlisten.

Die Studie zeigt: Offenbar ist gerade für junge Menschen die persönliche Empfehlung wichtig. Mit über 72 Prozent ganz vorne bei der Frage nach Empfehlungen von Urlaubslektüre liegen bei den 14- bis 19-Jährigen die persönlichen Tipps von Freunden und Familie. Mehr als 30 Prozent der jungen Leute setzen außerdem auf Beratung von ihrem Buchhändler vor Ort.

Persönliche Beratung für viele sehr wichtig

"Uns freut es sehr, dass die Qualität der persönlichen Beratung im Buchhandel insgesamt und gerade bei Jugendlichen einen hohen Stellenwert einnimmt", sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. "Gegenüber Empfehlungen basierend auf Algorithmen, beraten Buchhändlerinnen und Buchhändler aufgrund ihres Fachwissens, persönlicher Erfahrung und Menschenkenntnis. Genau das wissen die Kunden offenbar zu schätzen", so Skipis.

Die Marketing-Verantwortliche für Vorsicht Buch!, Anne-Mette Noack, sieht darin einen positiven Trend, den es für die Buchbranche im Speziellen und für den lokalen Mittelstand im Allgemeinen zu verstärken gilt: „Genau hier setzen wir mit der Initiative Vorsicht Buch! an. Die oft inhabergeführten Buchhandlungen sind eine wichtige Bereicherung für die Innenstädte und die Kulturlandschaft in Deutschland insgesamt“, so Noack.

Der Buchhandel habe dank der Buchpreisbindung glücklicherweise weniger Probleme mit dem verbreiteten „Beratungsdiebstahl“, der vielen anderen Einzelhändlern zu schaffen mache, sagt Alexander Skipis. Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Kunden sich teilweise in den Fachgeschäften vor Ort beraten lassen, die Ware dann aber zu günstigeren Preisen im Internet bestellen. „Die Buchpreisbindung in Deutschland ist nicht nur deshalb so wichtig, weil sie die lokalen Händler vor der aggressiven Preispolitik der Internethändler schützt; sie garantiert, dass wir in Deutschland ein so vielfältiges Angebot an Büchern haben, für das uns andere Länder beneiden“, erklärt Skipis.

Bücher haben hohen Stellenwert – insbesondere zur Entspannung

Bücher haben für die Deutschen nach wie vor einen hohen Stellenwert, gerade wenn es um Erholung und Entspannung geht. 66,2 Prozent der Befragten entspannen beim Lesen eines Buches – bei den weiblichen Teilnehmern der Studie sind es sogar 75,5 Prozent. Sie ziehen das Buch einem Spaziergang, Fernsehschauen, Sport treiben oder einem Wellnesstag zur Erholung vor. Für einen perfekten Urlaubstag zu Hause gehört sogar für 81,9 Prozent der weiblichen Studienteilnehmer ein Buch dazu. Und vor allem in den deutschen Großstädten leben echte Leseratten. 76,3 Prozent der Einwohner in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern entspannen mit Vorliebe bei einem guten Buch.

In der Studie wurden 5.000 Teilnehmer ab 14 Jahren zu ihrem Verhalten im Kontext Buch und Urlaub, Reise sowie Erholung befragt.


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