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Buchmesse Frankfurt: Lest Bücher und vor allem kauft sie!

10.10.2018, Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Deutscher Kulturrat e.V.
Diese Woche startete die Frankfurter Buchmesse - das Highlight des Buchmarktes. Und doch stimmen die Zahlen spektisch: So verzeichnet der Buchmarkt einen Umsatzrückgang. Der Kulturrat, der ihm Buchmartk den wichtigsten Kulturmarkt in Deutschland sieht, fordert deshalb: Lest Bücher und vor allem kauft sie!

In Frankfurt am Main wurde vor kurzem die Internationale Buchmesse eröffnet. Bis Sonntag zeigen mehr als 7.300 Aussteller aus über 100 Ländern ihre Neuerscheinungen. Der Deutsche Kulturrat hat anlässlich der Frankfurter Buchmesse einen Schwerpunkt in Politik & Kultur zur Entwicklung der Buchbranche vorgelegt. Der Schwerpunkt ist in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Frankfurter Buchmesse entstanden.

Der Buchmarkt hat in den letzten Jahren wie andere kulturwirtschaftliche Märkte auch, nicht zuletzt durch die Digitalisierung, große Veränderungen durchlaufen. Die Produktionsprozesse haben sich ebenso verändert wie die Vertriebskanäle und die Ansprache des Publikums. Konzentrationsprozesse im Buchmarkt fanden statt und insbesondere die mittleren Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich in der Sandwich-Position zwischen Großverlagen mit mehreren Imprints, also Verlagen im Verlag, und Kleinverlagen zu behaupten. Der stationäre Buchhandel konkurriert mit den immer mächtiger werdenden Online-Händlern wie Amazon und muss sich mit einem eigenen Profil positionieren.

Dies ist auch am Umsatz einiger kulturwirtschaftlicher Branchen (2017) abzulesen:

  • Buchmarkt: 9,13 Mrd. € (-1,6%)
  • Musikindustrie: 1,59 Mrd. € (-0,3%)
  • Filmwirtschaft: 2,88 Mrd. € (+3,1%)
  • Computer- und Videospiele: 2,40 Mrd. € (+12,0%)

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Der Buchmarkt ist eindeutig der wichtigste Kulturmarkt in Deutschland. Deshalb ist der Umsatzrückgang in diesem Markt ein Alarmzeichen für den Kulturbereich insgesamt. Es ist anzunehmen, dass der Druck auf den Buchmarkt anhalten wird. Dies ist auch im Kontext der gesamten Mediennutzung zu sehen. Der Tag hat auch für Leserinnen und Leser nur 24 Stunden, in dem Moment, in dem die Nutzung audiovisueller Inhalte zunimmt, sinkt das verfügbare Zeitbudget zum Lesen von Büchern. Gerade in dieser Umbruchzeit ist die Frankfurter Buchmesse, das zentrale Schaufenster des deutschen Verlagswesens und der untrügliche Seismograf für die Lage der Branche, wichtiger denn je. Das Buch ist zuerst ein Kulturgut, es ist aber auch ein Wirtschaftsgut. Und nur wenn das Wirtschaftsgut Buch Gewinn erwirtschaftet, kann das Kulturgut Buch produziert werden. Darum unser Appell an alle zum Start der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt, die das Kultur- und Wirtschaftsgut Buch erhalten und pflegen wollen, lest Bücher und vor allem kauft sie!“


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