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Die One-Person Library und ihre Trägerorganisation

Garantiert 10.9.2003, Jürgen Plieninger, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Jürgen Plieninger: Die One-Person Library und ihre Trägerorganisation (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 3.8.2)

Ausrichtung auf Gegebenheiten der Trägerorganisation

Jürgen Plieninger: Ausrichtung auf Gegebenheiten der Trägerorganisation (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 3.8.2.1)

Die Beziehung zur Trägerorganisation, ihren Aufgaben und Zielen, ist für jede Bibliothek wichtig. Auf die OPL trifft dies umso mehr zu, als ihre Funktion und Leistungen oft gern negiert, als nicht nachhaltig, leicht substituierbar angesehen werden. Bedroht ist die OPL weiter durch den Prozess der unablässigen Anreicherung von Informationskompetenz bei der Klientel und der leichteren Erreichbarkeit von Informationsressourcen durch die Online-Medien. Die OPL muss nicht nur guten Service bieten, sie muss ihn auch gut verkaufen! OPLs, die diesen Anpassungs- und Optimierungsprozess nicht leisten, sind früher oder später auf der Streichliste zu finden. Ein „Mauerblümchendasein“ wird unter dem aktuellen Kostendruck mehr und mehr unmöglich.

Alles in allem bedeutet dies, dass

Leitbild, Zielsetzung, Planung und Struktur der Trägerorganisation rezipiert werden müssen,

die Bibliothek in der Struktur und im Informationsfluss der Trägerorganisation gut platziert sein muss,

das Lobbying im Konzept der Bibliothekarin/des Bibliothekars eine große Rolle spielt und

die Entwicklung der Kompetenz und des Ansehens der Bibliothekarin eine herausragende Rolle im Erhalt und der Entwicklung des Stellenwertes der OPL spielt.

OPLs müssen der Zielsetzung der Trägerorganisation bzw. der Unterabteilung, welcher sie zuarbeiten, entsprechen. Die Ausrichtung auf eventuell vorhandene Leitbilder, mission statements, CI und Planungen etc. ist unabdingbar, die Bemühungen der One-Person Librarian, Informationen über eine sich ändernde Geschäftspolitik zu bekommen, ist hohe Priorität zuzuweisen.

Stellung der OPL in der Struktur der Trägerorganisation

Jürgen Plieninger: Stellung der OPL in der Struktur der Trägerorganisation (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 3.8.2.2)

OPLs haben einen Ort in der Struktur der Trägerorganisation. Meist ist dieser historisch bedingt, dort, wo die Bibliothek ursprünglich eingerichtet wurde, beispielsweise als Stabsstelle der Geschäftsleitung oder in der Forschungsabteilung. Oft ist die Zu- und Unterordnung nicht zweckmäßig oder gar kontraproduktiv. Die Situierung innerhalb der Struktur und des Funktionszusammenhanges beeinflusst die Handlungskompetenz, welche der Bibliothek zugemessen wird. Der One-Person Librarian sollte in der Lage sein, die planerische Ausrichtung des Dienstleistungsprofils der OPL entscheidend mit bestimmen zu können, um die Dienste optimieren zu können.

Oft ist dies nicht oder nur in eingeschränktem Maße gegeben. Der Weg zur Geschäftsleitung ist oft durch uninteressierte oder gar missgünstige Vorgesetzte blockiert. Die Möglichkeit, solche Blockaden gegebenenfalls umgehen zu können, sollte auf jeden Fall ausgeschöpft werden. Das Ziel sollte sein, die OPL so zu positionieren, dass sie einerseits eine strategische Funktion im Informationsfluss der Organisation einnimmt und andererseits als die zentrale Anlaufstelle für den Informationsbedarf wahrgenommen und gefördert wird. Hier kommt es manchmal nicht so sehr auf Organigramme oder Arbeitsplatzbeschreibungen an, sondern vielmehr auf das Image, welches langfristig erworben und zu einer Umdeutung der faktisch gegebenen organisatorischen Zuschreibungen bzw. einer anderen Ausrichtung des Aufgabenbereiches führen kann.

Lobbying für die OPL

Jürgen Plieninger: Lobbying für die OPL (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 3.8.2.3)

Kontakte zur Geschäftsleitung sollten unbedingt gepflegt werden, den Dienstleistungen für die Geschäftsleitung in Folge dessen Priorität zugeordnet werden. Infomaterial, Berichte und Newsletter sind wichtige Instrumente, die Funktion der OPL gerade auch nach oben zu kommunizieren.

Ein wichtiges Konzept, eventuelle Blockaden aus dem Weg zu räumen, ist jenes der Gewinnung von „Fürsprechern“ („guardian angels“). Man sollte Personen ausfindig machen, am besten in höheren Ebenen der Organisation oder in Gremienvertretungen, welche die Dienstleistungen der Bibliothek nutzen und ihrer Funktion gegenüber aufgeschlossen sind. Die Pflege dieser Personengruppe ist wichtig, weil man in Konfliktfällen auf diese Kontakte zurückgreifen kann und es auf jeden Fall wirkungsvoller ist, wenn von dritter Seite ein Wort für die Bibliothek eingelegt wird. – Übrigens sollte man bei den „Fürsprechern“ nicht die Sekretärinnen, persönlichen Referenten und Hilfskräfte übersehen, sie haben mitunter große Meinungsmacht!

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