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Drittmittelprojekte - Förderprogramme und Förderinstitutionen: Stiftungen in Deutschland

Garantiert 21.1.2015, Christoph Albers, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Christoph Albers: Drittmittelprojekte - Förderprogramme und Förderinstitutionen: Stiftungen in Deutschland (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2014, Abschn. 5.7.3.2)

Für die Suche nach Stiftungen, die für eine Projektförderung in Frage kommen, sind insbesondere zwei Quellen hilfreich: die Online-Datenbank „Stiftungssuche“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und die regionalen Stiftungsverzeichnisse.

Bundesverband Deutscher Stiftungen

Christoph Albers: Bundesverband Deutscher Stiftungen (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2014, Abschn. 5.7.3.2.1)

In Deutschland gibt es über 20.150 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts (Stand 31.12.2013, lt. Bundesverband Deutscher Stiftungen). Davon sind ca. 10.000 Stiftungen im Portal für Stiftungen und Stiftungswesen verzeichnet: www.stiftungen.org/de/service/stiftungssuche.html.

Das Portal mit seinem Stiftungssuche-Tool ist die derzeit umfangreichste Online-Navigationshilfe zum deutschen Stiftungswesen. Es wird vom Bundesverband Deutscher Stiftungen gepflegt. Mit Hilfe des Navigationstools „Stiftungssuche“ kann themen- und auch reichweitespezifisch innerhalb des Stiftungsportals recherchiert werden. Eine Stichwortsuche ist ebenfalls möglich.

In der Ergebnisliste werden Kurzporträts aller Stiftungen aufgeführt, die den jeweiligen Suchkriterien entsprechen. Sie enthalten folgende Angaben:

  • Postalische Adresse der Stiftung

  • Angaben zur Verwirklichung (fördernd/operativ)

  • Internetadresse der Stiftung

  • Aufgabengebiete der Stiftung

  • Satzungszweck der Stiftung

  • Regionale Einschränkung, falls die Stiftung nur in bestimmten Regionen tätig ist

  • Zielgruppen der Stiftung

  • Zeitliche Begrenzung der Förderung

Einen guten Überblick liefert ebenfalls das „Verzeichnis Deutscher Stiftungen“, herausgegeben vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, das mit über 22.700 Stiftungsporträts im Herbst 2014 in der erweiterten 8. Auflage als dreibändige Printausgabe plus CD-ROM in einer ergänzten und völlig neu bearbeiteten Auflage erscheint. Es enthält Angaben zu den dort aufgeführten Stiftungen unterschiedlicher Rechtsform, großen und kleinen Stiftungen mit regionaler oder internationaler Fördertätigkeit.

Regionale Stiftungsverzeichnisse

Christoph Albers: Regionale Stiftungsverzeichnisse (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2014, Abschn. 5.7.3.2.2)

Regionale Stiftungsverzeichnisse weisen Stiftungen des jeweiligen Bundeslandes nach, die in einer lokal begrenzten Region, Stadt oder Kommune fördern. Regionale Stiftungsverzeichnisse liegen in der Regel auf den Webseiten des zuständigen Innen- oder Justizministeriums des jeweiligen Bundeslandes auf und werden dort gepflegt. Zum Teil handelt es sich um Datenbanken, in denen man komfortabel themen- und regionenspezifisch recherchieren kann, z.T. um PDFs, die mit Stichworten durchsucht werden können:

  • Baden-Württemberg:
    In jedem der vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg wird ein amtliches Verzeichnis der Stiftungen geführt, die ihren Sitz im jeweiligen Regierungsbezirk haben:

    Tübingen: www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1191088/index.html

    Stuttgart: www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1188231/

    Freiburg: www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1110414/index.html

    Karlsruhe: www.rp-karlsruhe.de/servlet/PB/menu/1103220/index.html

  • Bayern: www.stiftungen.bayern.de/

  • Berlin: www.berlin.de/imperia/md/content/senatsverwaltungen/justiz/stiftungen/stiftungsverzeichnis.pdf?start&ts=1297160098&file=stiftungsverzeichnis.pdf

  • Brandenburg: www.mi.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.312780.de

  • Bremen: www.inneres.bremen.de/sixcms/media.php/13/2013-12-31-Stiftungsverzeichnis.pdf

  • Hamburg: https://gateway.hamburg.de/hamburggateway/fvp/fv/Justiz/Stiftungsdatenbank/?sid=55

  • Hessen: http://verwaltung.hessen.de/irj/HMdI_Internet?cid=dcd3e66d05aa127b6463ea5e42081136

  • Mecklenburg-Vorpommern: www-neu.mvnet.de/cgi-bin/im_stiftung/stiftung_anzeigen.pl

  • Niedersachsen: www.mi.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=14919&article_id=61712&_psmand=33

  • Nordrhein-Westfalen: www.mik.nrw.de/stiftungsverzeichnis-fuer-das-land-nrw/stiftungen-suchen.html

  • Rheinland-Pfalz: http://addinter.service24.rlp.de/cgi-bin-inter/stiftung1.mbr/start

  • Saarland: www.saarland.de/4402.htm

  • Sachsen: www.lds.sachsen.de/kommunal21/index.asp?ID=104&art_param=12

  • Sachsen-Anhalt: www.mi.sachsen-anhalt.de/themen/stiftungen/stiftungsverzeichnis/

  • Schleswig-Holstein: www.schleswig-holstein.de/IM/DE/Service/Stiftungen/Stiftungsdatenbank/Stiftungsdatenbank.html

  • Thüringen: www.thueringen.de/th3/tlvwa/fachabteilungen/inneres/hoheitsangelegenheiten_gefahrenabwehr/stiftungsverzeichnis/

Einzelne Stiftungen (in Auswahl)

Christoph Albers: Einzelne Stiftungen (in Auswahl) (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2014, Abschn. 5.7.3.2.3)

VolkswagenStiftung (VW-Stiftung)

Die gemeinnützige VolkswagenStiftung (http://www.volkswagen-stiftung.de) fördert seit 1962 Forschungsvorhaben in allen Disziplinen. Für den Museumsbereich gibt es die Förderinitiative „Forschung in Museen“. Sie wurde im Jahr 2008 eingerichtet und nach erfolgreicher Evaluation im Jahr 2013 werden zwei weitere Ausschreibungsrunden 2014 und 2015 angeboten. Die Förderinitiative richtet sich an mittlere und kleine Museen unterschiedlicher thematischer Ausrichtung, die Forschungsarbeiten zu ihren Sammlungen betreiben möchten. Zu den klassischen Museumsaufgaben gehören das Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln von Kulturgut, wobei in den letzten Jahren der Ausstellungs- und Eventbereich zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt ist. Doch nur durch die Erforschung ihrer Sammlungen können Museen langfristig wissenschaftlich fundierte Ausstellungen konzipieren und dadurch ihrem wissenschaftlichen Vermittlungsauftrag gerecht werden. Daher ist das übergreifende Ziel dieser Förderinitiative die Stärkung von Museen als Forschungsinstitutionen.

Im Fokus steht dabei die an Sammlungen orientierte Forschung, zu der drei Förderlinien angeboten werden:

  • Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, die ein sammlungsbezogenes Forschungsprojekt an einem deutschen Museum durchführen möchten, können sich auf ein Forschung in Museen-Fellowship bewerben.

  • Mittlere und kleine Museen können zusammen mit einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung ein kooperatives Forschungsprojekt beantragen, um basierend auf einer wissenschaftlichen Fragestellung Sammlungen an ihren Häusern zu erforschen.

  • Unabhängig von konkreten Projekten können Museen bei der Durchführung von Workshops und Symposien unterstützt werden.

Informationen zu den Ausschreibungsbedingungen und zur Antragstellung sind verfügbar unter: http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/merkblaetter/MB_93_d.pdf

Der nächste Stichtag zur Einreichung von Anträgen, die in elektronischer Form über das Antragsportal eingereicht werden müssen, ist der 15. Juli 2015.

Kontakt:
VolkswagenStiftung
Dr. Adelheid Wessler
Kastanienallee 35, 30519 Hannover
Tel.: +49 (0)511 8381-256
Fax: +49 (0)511 8381-4256
E-Mail: wessler@volkswagen-stiftung.de
URL: http://www.volkswagen-stiftung.de

Robert-Bosch-Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung (http://www.bosch-stiftung.de) gehört zu den großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, sie ist nicht unternehmerisch tätig. Sie versteht sich dabei sowohl als operativ tätige Stiftung, die ihre Ziele mit Eigenprogrammen verfolgt, als auch als fördernde Stiftung, die es Dritten ermöglicht, interessante Ansätze (Projekte und Initiativen) zur Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben im In- und Ausland zu entwickeln und umzusetzen. Als fördernde Stiftung werden Mittel für Projekte zur Verfügung, die entweder eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Programmen darstellen oder diese in innovativer Weise weiterführen, oder zur Verstärkung der Programmziele in einzelnen Themenschwerpunkten wesentlich beitragen. Die Programmbereiche sind:

  • Wissenschaft

  • Gesundheit

  • Völkerverständigung

  • Bildung

  • Gesellschaft

  • Kultur

Aufgrund der Vielfältigkeit der Themenstellungen im In- und Ausland gibt es keine Beschränkung in der Methodik der Förderung oder der Förderverfahren, so dass zur Erreichung der Ziele verschiedene Instrumente eingesetzt werden: Förderwettbewerbe, Stipendienprogramme, Preisstiftungen, Förderung von Modellprojekten, Einsetzen unabhängiger Kommissionen und Jurys, Politikberatung aufgrund wissenschaftlicher Studien oder Erhebungen sowie Seminare und Kolloquien. Informations- und Bildungsarbeit sowie Aus- und Fortbildung sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung.

Ausgeschlossen sind bei Fremdprojekten in der Regel eine rein institutionelle Förderung oder die Deckung von Etatlücken. Die Ziele der Projektidee müssen klar benannt werden. Aus Gründen der Transparenz soll die Förderung eines Projektes zudem öffentlich gemacht werden, damit Förderungen Nachahmer finden und anderen als Beispiel dienen können. Die Ergebnisse eines Projekts werden nach dem Ende anhand der Projektziele überprüft und bewertet.

Anfrage und Antrag
Die Robert Bosch Stiftung nimmt Anträge nur nach Aufforderung entgegen, d.h. es ist zunächst eine Anfrage zu stellen, in der die Projektidee und ihre Finanzierung kurz zusammengefasst vorgestellt werden. Diese Anfrage sollte zwei Seiten nicht überschreiten, ein entsprechendes Formular steht auf der Website zum Download zur Verfügung. Nach Prüfung der Anfrage teilt die Stiftung in der Regel innerhalb von vier Wochen mit, ob das Vorhaben weiter verfolgt wird oder nicht. Mit der Aufforderung zur Antragstellung werden weitere Hinweise gegeben, die aber noch keine Vorentscheidung über die Bewilligung des jeweiligen Vorhabens darstellt.

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