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Innovationsmanagement: Ziele, Vorteile, Hindernisse, Motive

Garantiert 23.8.2016, Konrad Umlauf, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Konrad Umlauf: Innovationsmanagement: Ziele, Vorteile, Hindernisse, Motive (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 3.5.9.4.1)

Ein systematisches Innovationsmanagement in Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen ist bislang noch selten. Aber insbesondere größere Universitätsbibliotheken, u. a. die ETH-Bibliothek Zürich, die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften oder die TIB – Leibniz Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften haben Innovationsmanagement in ihre Strategien integriert. Verbreitet sind aber in etlichen Bibliotheken:

  • Einzelne Mitarbeiter bringen innovative Ideen ein.

  • Workshops zur Generierung und Gestaltung neuer Dienstleistungen oder zur Aufgabenkritik.

  • Arbeitsgruppen, die einen Workflow untersuchen und optimieren.

  • Projekte unter Beteiligung Externer, die eine gewollte Innovation implementieren.

Quellen sind meist wenig systematisch eingebrachte

  • eigene Ideen,

  • Fortbildung, Tagungen, Fachliteratur,

  • Mailing-Listen, Fachgespräche u. a. m.

Die Akzeptanz von Innovationen und neuen Ideen hängt meist von subjektiven Einschätzungen und Werthaltungen der Beteiligten ab. Offenheit für Veränderungen fördert die Akzeptanz, Furcht vor Nachteilen für den eigenen Arbeitsplatz, z. B. Kontrollverlust oder Veränderung der etablierten Routinen stellen sich der Akzeptanz entgegen. Nicht überall sind organisatorische Vorkehrungen für Generierung und Akzeptanz von Innovationen eingerichtet.

Ebenso hängt vielerorts in Bibliotheken die Implementation von Innovationen weit gehend vom persönlichen Engagement weniger Mitarbeiter ab. Diese wechseln schlimmstenfalls zu einer anderen Bibliothek, wenn sie das Verhältnis von Aufwand für die Ideengenerierung und Energie für deren Implementation als nicht angemessen empfinden, auch wenn die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes scharf mobilitätshindernd sind, weil beim Arbeitgeberwechsel eine Rückstufung in den Erfahrungsstufen, mithin bei gleicher oder sogar höherer Tarifgruppe eine Verringerung des Entgelts eintritt.

Die Ziele des Innovationsmanagements sind:

  • Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Bei Non-Profit-Betrieben ist das nicht im Sinn von Gewinnsteigerung zu verstehen, sondern im Sinn einer optimierten, d. h. besser auf die Betriebsziele ausgerichteten Verwendung der Ressourcen, sei es Arbeitszeit – z. B. mehr Arbeitskapazität im Frontoffice infolge geringeren Arbeitszeitbedarfs im Backoffice -, seien es Sachmittel, z. B. mehr Erwerbungsmittel dank Einsparungen beim Energieverbrauch in budgetierten Einrichtungen.

  • Verbesserung der Produkte, Qualitätssteigerungen. Es kann sich z. B. um ein Konzept zur Entwicklung von Qualitätsstandards im Auskunftsdienst handeln.

  • Verbesserung der Organisation, Erleichterung der Arbeit.

  • Verbesserung der Kommunikation im Betrieb. Hier wäre beispielsweise ein Vorschlag willkommen, der Google Kalender (https://support.google.com/calendar/answer/2465776?hl=de) für die Planung der Veranstaltungstermine nutzbar macht, wenn mehrere Personen arbeitsteilig daran beteiligt sind und man bereit ist, sich bei Google anzumelden (am besten mit einer E-Mail-Adresse, die ausschließlich für diesen Zweck verwendet wird).

  • Mitarbeitermotivation durch

    soziale und monetäre Anerkennung. Für die monetäre Anerkennung kommen die in den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes vorgesehenen Prämien in Frage.

    Freiräume für Kreativität und Selbstverwirklichung. Hier muss das Management des Betriebs deutlich machen, dass es sich lohnen kann, ein Engagement über das dienstliche Erfordernis hinaus an den Tag zu legen.

Als Vorteile eines Innovationsmanagements werden angesehen:

  • Potenziale der Mitarbeiter werden aktiviert. Im Sinn der obigen Ausführungen hängt dies mit sozialer und monetärer Anerkennung zusammen.

  • Kostengünstige Innovation. Die eigenen Mitarbeiter werden ohnehin bezahlt; selbst wenn Prämien für Innovationen oder Innovationsvorschläge vorgesehen sind, sind die Kosten hierfür wesentlich niedriger als eine vergleichbare kommerzielle Leistung, etwa durch einen externen Gutachter.

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