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Integrierte Bibliothekssysteme

Garantiert 17.4.2015, Peter Lohnert, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Peter Lohnert: Integrierte Bibliothekssysteme (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 9.3.3.2)

Integrierte Bibliothekssysteme umfassen mindestens die Module Erwerbung, Katalogisierung, Ausleihe und Recherche; diese Funktionen werden im Folgenden daher i. d. R. nicht explizit aufgeführt. Teilweise werden diese Module in den folgenden Produkten als Gesamtpaket angeboten, teilweise können einzelne Module auch erst auf Wunsch zusätzlich erworben werden. Diverse Anbieter bieten darüber hinaus auch verschiedene, häufig kleinere Versionen (etwa Schulversionen) an, z. T. sind sie sogar kostenlos. Eine neuere Entwicklung ist, dass einige Anbieter Bibliotheken inzwischen auch die Möglichkeit eröffnen, ihren Nutzern einen Web-OPAC speziell für mobile Endgeräte wie Smartphones zur Verfügung zu stellen.

Stand der folgenden Angaben: August/November 2014

Aleph (Ex Libris (Deutschland) GmbH)
http://www.exlibrisgroup.com/de/
Mehrsprachiges, modulares integriertes Bibliothekssystem für große Wissenschaftliche Bibliotheken, auch für Nationalbibliotheken und für große Verbünde; für Medien aller Art; mehrschichtige Client-Server-Architektur, basierend auf ORACLE; Katalogisierung nach RAK, AACR, RSWK, künftig auch RDA, Katalogisierungsmodul individuell anpassbar; Unterstützung von MAB und MARC-Format, GND-Unterstützung (auch gemäß RDA); unterstützt fremdsprachige Zeichensätze (Unicode-Unterstützung) und unterschiedliche Skripte; Zeitschriftenverwaltung; Etatverwaltung; Web-OPAC; SDI-Modul (Selective Dissemination of Information); Management und Bereitstellung digitaler Medien (auch Multimediaobjekte) über das Modul ADAM (Aleph Digital Asset Management); Handapparat-Modul für Benutzer (Zugriff und Verwaltung von konventionellen wie digitalen Lehr- und Lernmaterialen, Erstellung und Bearbeitung von Literaturlisten); Führen von Statistiken; Datenim- und -export; X-Services; verschiedene weitere Bereiche individuell anpassbar (z. B. Workflow); Anbindung der Ex Libris-Produkte SFX, MetaLib sowie Primo möglich; Zusammenarbeit mit Softwareprodukten anderer Anbieter via XML-Schnittstelle (z. B. für die gemeinsame Ressourcennutzung sowie zur Einbindung in andere Datenbanken und/oder Portale), Programmierschnittstellen; unterstützt alle aktuellen Industriestandards; läuft unter mehreren Betriebssystemen.

Alephino (Ex Libris (Deutschland) GmbH)
http://www.exlibrisgroup.com/
mehrsprachiges, modulares integriertes Bibliothekssystem für kleinere und mittlere Wissenschaftliche Bibliotheken mit einer Client-Server-Architektur (Client identisch mit Client von Ex Libris-Produkt Aleph), mehrplatz- und netzwerkfähig; für Medien aller Art; integrierte Datenbank; Katalogisierung gemäß RAK, AACR, RSWK, künftig auch RDA; unterstützt MAB 2 und MARC 21 (auch für Import von Fremddaten); Export und Import von GND-Datensätzen; Normdaten- und Thesaurusverwaltung (Thesaurusmodul DIN-Norm-1463-gerecht); Zeitschriftenverwaltung (u. a. mit Verwaltung von Ring- und Sternumläufen); Etatverwaltung; Führung von Statistiken (z. B. Ausleihstatistik); RFID-Unterstützung (Ausleihmodul); XML-Unterstützung; Z39.50-Standard; Zweigstellenverwaltung; verbundfähig; Web-OPAC; optional: ASP-Service, schreibweisentolerante Suche (Did you mean-Funktion).

Allegro-C/-X V34.7 (Universitätsbibliothek Braunschweig)
http://www.allegro-c.de/
objektdatenmodell-basiertes, offenes Datenbanksystem für Bibliotheken aller Arten und Größen (Kapazität: über 20 Mio. Datensätze) mit allen klassischen Funktionen eines integrierten Bibliothekssystems; die Systemoffenheit ermöglicht die Konfiguration und Parametrierung der Module sowie die Generierung neuer Anwendungen, eigene Skript- und Makrosprache FLEX für Allegro unter Windows; anpassbar an verschiedene Datenformate, neue Formate generierbar; keine Determination auf bestimmtes Katalogisierungsregelwerk (u. a. Katalogisierung nach RAK möglich, künftig auch RDA); Normdaten können GND-gerecht erfasst werden; Thesaurus-Integration möglich; Konkordanzdatenbank für PICA3, PICA+, MAB1, MAB2, MARC 21, UNIMARC, BIS-LOK, ZDB-ZETA; Import-Exportfunktion, unterstützt auch XML-Im- und -Export; Z39.50-Schnittstelle; Zeitschriftenverwaltung mit Umlauffunktion; Führung von Statistiken; netzwerkfähig; Web-OPAC (über RuckZuck-Schnittstelle, PHP-basiert oder ohne PHP, oder über das Programm ALCARTA (für MS Windows), es besteht auch die Möglichkeit zur Verfügbarmachung des Katalogs auf mobilen Endgeräten; etliche Zusatzprogramme: z. B. AVANTI-Server (zur Generierung eines Client-Server-Modells, läuft auch unter Windows 8), ARESQA (erfordert SQL-Datenbank, ermöglicht Austausch von und Arbeit mit Datenbeständen nach Prinzipien relationaler Datenbanken), ZACK-Gateway (Fremddatenübernahme via Z39.50); UTF-codiert; auch unter Linux und Unix (Solaris).

BBCOM (MSC Elektronische Bauelemente GmbH)
http://www.msc-elba.de/
modulares, mehrplatz- und netzwerkfähiges Bibliothekssystem für Bibliotheken aller Arten und Größen in den diesbezüglich verschiedenen anforderungsorientierten Versionen „Grundversion“, „Komplettversion begrenzt“ (beide für Bestände bis 10.000 Medieneinheiten;) und „Komplettversion unbegrenzt“; für Medien aller Art (Definierung neuer Erfassungsmasken möglich); die Komplettversionen enthalten alle Funktionsbereiche eines integrierten Bibliothekssystems, die Grundversion etwa nur die Katalogisierungs- und Recherchefunktion, Funktionen zum Datenaustausch u. a.; jede Version ist durch optionale Module erweiterbar: z. B. Zeitschriftenverwaltung, Zweigstellenmodul, inkl. Verwaltung von Fahrbibliotheken, Z39.50-Schnittstelle für Recherche und Fremddatenübernahme; für den OPAC stehen verschiedene Versionsmöglichkeiten (z. B. einfache Version oder Web-OPAC) zur Verfügung; weitere Funktionen u. a.: Schlagwort-Systematik und Personendatenverwaltung; Datenim- und -export in Formaten MAB, BBCOM und Allegro sowie Export auch in diversen Textformaten; Führung von Statistiken (z. B. Ausleihstatistik); barcodefähig (auch Etikettendruck); der Erwerb der optionalen Funktionen sowie das Upgrade auf die höheren (z. B. von „Grundversion“ auf „Komplettversion unbegrenzt“) Versionen ist zu jedem Zeitpunkt möglich; weitere Version u. a.: Schulversion.

BIB2 (SHSoft Sebastian Hauer)
http://www.shsoft.de/
modulares integriertes Bibliothekssystem für Instituts- und Firmenbibliotheken, Öffentliche Bibliotheken, Schulbibliotheken und Vereinsbibliotheken; Basismodul für Medienerfassung und Recherche in fünf verschiedenen, am Umfang des Medienbestands (von 1.000 bis max. 100.000 Medienexemplaren) orientierten Versionen; daneben stehen sieben weitere Module zur Erweiterung der Grundversion zur Verfügung, wie z. B. Web-OPAC (kann auch extern gehostet werden), Mehrplatz-Modul (ermöglich parallelen Betrieb an bis zu drei beliebigen PCs), Bestandsverwaltungsmodul (mit Bestellfunkton), Etikettendruck-Modul (z. B. für Barcodes) u. a. m.; für Schulen zusätzlich: Lernmittellisten-Modul für die Organisation der Medienausgabe an Lerngruppen und Schulklassen; weitere Funktionen u. a.: Fremddatenübernahme aus externen Bibliothekskatalogen (MAB-Format) oder dem Internet (via ISBN), variable Erfassungsfelder, Erstellung eines hierarchischen Schlagwortkatalogs, graphische Standortanzeige der Medien.

BIBDIA (BiBer GmbH)
http://www.bibdia.de/
modulares, netzwerkfähiges integriertes Bibliothekssystem für Wissenschaftliche Bibliotheken, Öffentliche Bibliotheken, Firmen-, Behörden-, Instituts- und Schulbibliotheken; für Medien aller Art; Katalog frei definier- und erweiterbar; Katalogisierung gemäß RAK; Erstellung von Katalogkarten; Datenimport von EKZ, DB, CD-ROM in MAB1- und MARC-Format; Zeitschriftenverwaltung mit Umlauffunktion; Etatverwaltung; barcodefähig; mehrsprachiger Web-OPAC, mobiler OPAC mOPAX (zur OPAC-Nutzung auf mobilen Endgeräten); auch für Zweigstellenbetrieb; zusätzliche Servicefunktionen, wie z. B. ISRV (z. B. Information des Nutzers via SMS oder E-Mail, etwa über Bereitstellung vorgemerkter Medien oder Neuerwerbung gemäß personalisierten Profilen), IDigiBib (Schnittstelle zum HBZ-Verbund via Z39.50; zugleich beinhaltet das Angebot eine URL/XML-Schnittstelle), ISB RFID (ermöglicht Buchsicherung und Ausleihe per Selbstverbuchung); Datenbankhosting durch Hersteller möglich; Client-Server-Architektur (three tier client server server System); auch unter Linux, auch Mischbetrieb Windows/Linux, Nutzung von Thin-Clients möglich.

BiblioMaker Light/Standard/PRO 5.3 (Micro Consulting AG)
http://www.bibliomaker.ch/de
speziell für Bibliotheken der Schweiz entwickeltes netzwerkfähiges integriertes Bibliothekssystem in den verschiedenen, an unterschiedlichen Bibliotheksgrößen orientierten Versionen „Light“, „Standard“ und „Pro“ mit jeweils unterschiedlichen Funktionsumfängen, wahlweise als Einzelplatz- oder Mehrplatzlizenz (Letztere als Client-Server-Architektur); für Bibliotheken unterschiedlicher Art (z. B. Öffentliche Bibliotheken, Wissenschaftliche Bibliotheken, Archivbibliotheken, Anwaltskanzleibibliotheken, Schulbibliotheken); für Medien aller Art; mehrsprachig (Deutsch, Französisch, Englisch; beim Online-Katalog auch Italienisch); das Programm ist modular aufgebaut, jede Version modular erweiterbar; Katalogisierung gemäß ISBD; Fremddatenübernahme aus dem Web (z. B. Bibliotheksverbünden) via ISBN; Datenim- und -export (diverse Formate, u. a. MARC-Format; für den Export sind weitere konfigurierbar); Schlagwort- und Systematikverwaltung (z. B. enthalten: UDK, weitere Systematiken, wie z. B. Dewey-Dezimalklassifikation verfügbar), Thesaurusmodul; Zeitschriftenverwaltung; Etatverwaltung; Führung von Statistiken (z. B. Ausleihstatistik); Inventurmodul; Etiketten- und Listendruck; barcodefähig; OPAC und Web-OPAC (Letzterer auch für die Nutzung auf mobilen Endgeräten), Profildienste (z. B. RSS-Dienst für Neuerscheinungslisten); extra Modul zur Verwaltung von antiquarischen Büchern; Arbeit auch über Web oder über Tablets möglich; auch unter Windows 8.1, auch für MacOS X, auch im Mischbetrieb.

Bibliotheca plus/Bibliotheca plus light/scool (OCLC GmbH)
http://www.bond-online.de/
ehemals unter dem Namen Bibliotheca2000 bekannt; modulares, netzwerkfähiges integriertes Bibliothekssystem für Öffentliche Bibliotheken und Wissenschaftliche Bibliotheken; die „plus light-Version“ ist für kleinere Bibliotheken mit bis 10.000 Medieneinheiten konzipiert; für Medien aller Art; Katalogisierung in MAB2 oder MARC-Format, eigene Erfassungsschemata generierbar; Schlagwort-Thesaurus, Personen-, Körperschafts- und Verlagsregister; kostenfreie Katalogisataustauschbörse BCS für Bibliotheca-Kunden; Erwerbungsmodul mit EDIFACT-Schnittstelle; Zeitschriftenverwaltung mit Umlaufverwaltung; Etatverwaltung; Zweigstellenverwaltung; Führung von Statistiken (z. B. Ausleihstatistik); barcodefähig; OPAC; optional stehen u. a. zur Verfügung: Schnittstelle zu ekz-Medienservices, Import über Z39.50-Schnittstelle (etwa aus Verbünden u. a.) im MAB2- und MARC-Format sowie Bath-Profile, Export im MAB2-, USMARC und UNIMARC-Format mit Modul Z-Server; Inventurmodul; Fahrbibliothekmodul; RFID-Unterstützung; Web-OPAC, auch Verbund-Web-OPAC; das System kann auch vom Anbieter gehostet werden.

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