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Jugendschutz: Ein Überblick

Garantiert 9.9.2009, Ulrike Verch, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Ulrike Verch: Jugendschutz: Ein Überblick (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 10.6.1)

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) aus dem Jahr 1990 zum bekannten Roman „Josefine Mutzenbacher. Die Geschichte einer wienerischen Dirne, von ihr selbst erzählt“ ist zum einen als bedeutender Beitrag zur Entwicklung der Mediengrundrechte anzusehen und erlaubt zum anderen einen guten Einblick in die grundlegende Problematik des Jugendmedienschutzes.* Alle einfachgesetzlichen Regelungen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene sind eng mit den Grundrechten verknüpft, die bei der juristischen Beurteilung jugendgefährdenden Medien stets zu beachten sind.*

Auf der einen Seite stehen das Recht der Minderjährigen nach Art. 2 Abs. 1 Grundgesetz (GG) i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG auf eine ungestörte Persönlichkeitsentwicklung sowie das elterliche Erziehungsrecht aus Art. 6 Abs. 2 GG. „Hieraus erwächst dem Staat die Aufgabe, Erziehungseinflüsse zurückzudrängen, die die geistig-seelische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in eine mit dem Menschenbild des Grundgesetzes nicht mehr vereinbare Richtung lenken.“*

Auf der anderen Seite steht Art. 5 GG, der zum einen in Abs. 1 die Meinungs- und Informationsfreiheit gewährleistet und zum anderen in Abs. 3 die schrankenlosen Grundrechte der Kunst- und Wissenschaftsfreiheit. Nach den Erfahrungen des Dritten Reiches enthält die Verfassung darüber hinaus ein explizites Zensurverbot, das sich auf präventive staatliche Maßnahmen bezieht.* Somit dürfen in der Bundesrepublik Deutschland Medien zum Schutz der Jugend erst nach dem Erscheinen indiziert werden.

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