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Jugendschutz: Indizierung

Garantiert 9.9.2009, Ulrike Verch, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Ulrike Verch: Jugendschutz: Indizierung (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 10.6.5)

Im Gegensatz zur FSK und USK wird die 1954 gegründete Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) mit Sitz in Bonn, eine selbständige Bundesbehörde, erst auf Antrag tätig, nachdem ein Medium bereits erschienen ist. Antragsberechtigt sind gemäß § 21 JuSchG u.a. die Jugendbehörden und Jugendämter, aber keine Bibliotheken oder Privatpersonen, die sich mit einem Indizierungswunsch allenfalls an die zuständigen Jugendämter wenden können. Die BPjM entscheidet in nichtöffentlicher Sitzung sowohl über die Indizierung von Träger- als auch von Telemedien, ist jedoch weder für Rundfunksendungen noch für Medien zuständig, die bereits durch die FSK oder USK gekennzeichnet wurden.* Nicht indiziert wird ferner antiquarische Literatur, sofern keine Neuauflage erfolgt. Nach 25 Jahren verliert der Listeneintrag seine Wirkung, sofern kein neuer Indizierungsantrag gestellt wird.*

Nach § 15 Abs. 1 JuSchG dürfen Trägermedien, die in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen wurden, nicht „einem Kind oder einer jugendlichen Person angeboten, überlassen oder sonst zugänglich gemacht werden.“ Auch ist es verboten, sie an einem Ort, der Minderjährigen zugänglich ist oder von ihnen eingesehen werden kann, auszustellen, vorzuführen oder sonst zugänglich zu machen. Ferner dürfen sie nicht „im Versandhandel oder in gewerblichen Leihbüchereien oder Lesezirkeln einer anderen Person angeboten oder überlassen werden.“* Bibliotheken ist daher anzuraten, die indizierten Medien ausschließlich im geschlossenen Magazin aufzubewahren und Erwachsenen nur eine Nutzung im Lesesaal unter Aufsicht zu erlauben, um eine Weitergabe an Jugendliche zu verhindern.

Die Liste jugendgefährdender Medien untergliedert sich in vier Teile:

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