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Lizenz- und Konsortialverträge: Inhalt des Lizenzvertrages

Garantiert 4.5.2015, Alice Keller, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Alice Keller: Lizenz- und Konsortialverträge: Inhalt des Lizenzvertrages (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 10.4.3)

Der Inhalt eines Lizenzvertrages muss mit besonderer Aufmerksamkeit geprüft werden. Das Abschließen von Lizenzverträgen beinhaltet immer die Gefahr des Verlustes oder unnötigen Verzichtes auf Rechte. Der Bibliothekar kommt nicht umhin, den Vertrag sorgfältig zu prüfen und bei Bedarf mit dem Verlag oder Anbieter Rücksprache zu halten und gegebenenfalls Änderungen vorzuschlagen. In welchem Umfang der Anbieter willens ist, Anpassungen vorzunehmen, ist unterschiedlich – aber man soll es auf jeden Fall probieren, sofern der Vertragstext nicht den Vorstellungen oder Voraussetzungen entspricht.

Junkes-Kirchen schreibt hierzu: „Deshalb nochmals der Hinweis auf die Vertragsfreiheit. Bibliotheken haben das Recht, vertragliche Klauseln zu ihren Gunsten auszuhandeln. Anbieter, die ein kommerzielles Interesse am Verkauf ihrer Produkte haben, sind flexibel in der Gestaltung der Verträge. Kein Vertrag muss in der Form akzeptiert werden, wie ihn der Anbieter vorlegt.“* Gleichzeitig will die Bibliothek natürlich auch nicht monatelang in Verhandlungen verstrickt sein, denn schließlich warten die Nutzer auf den Zugang zum Produkt! Ein pragmatisches Vorgehen ist also gefragt.

Einfacher ist es für Bibliotheken, wenn sie existierenden Konsortialverträgen beitreten können. Denn hier können sie davon ausgehen, dass die Konsortialleitung den Vertrag gewissenhaft und im Detail analysiert hat. Außerdem hat ein großes Konsortium mehr Gewicht in den Verhandlungen mit Anbietern und kann so einfacher Veränderungen bewirken.

Musterverträge

Alice Keller: Musterverträge (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 10.4.3.1)

Die umfassendste Ressource zum Thema Lizenzverträge in Bibliotheken stellt die US-amerikanische Website LIBLICENSE (http://liblicense.crl.edu) dar. Hier findet man aktuelle Diskussionsforen, Hintergrundinformationen sowie den Modellvertrag „LIBLICENSE Standard Licensing Agreement“. Diese Website wird von Bibliothekaren gepflegt.

Auch auf Seiten der Zeitschriftenagenturen gab es Initiativen zur Standardisierung der Lizenzverträge. Hier entstand die Website Licensing Models.org (http://www.licensingmodels.org/). Interessant ist hier der Vergleich verschiedener Lizenztypen je nach Bibliotheksgattung: wissenschaftliche Einrichtung, wissenschaftliches Konsortium, öffentliche Bibliotheken, Firmenbibliotheken, E-Book-Vertrag und Testvertrag. Insbesondere für Firmenbibliotheken gelten andere Bedingungen, da es sich um eine kommerzielle Nutzung handeln kann.

In der Regel legt der Anbieter oder Verlag einen Entwurf des Lizenzvertrags vor. Dass Bibliotheken den Vertragstext liefern, kommt nur in Ausnahmefällen oder bei Großkonsortien vor. Ein gutes Beispiel sind die Allianzlizenzen in Deutschland, wo die Verlage aufgefordert werden, sich an die „Grundsätze für den Erwerb DFG-geförderter überregionaler Lizenzen“ zu halten.*

Inhaltliche Prüfung des Lizenzvertrags

Alice Keller: Inhaltliche Prüfung des Lizenzvertrags (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 10.4.3.2)

Einen relativ alten, aber dennoch nützlichen Leitfaden bieten die „Prinzipien zur Lizenzierung: Richtlinien und Checkliste für Bibliotheken“ der SUB Göttingen* oder die „LIBER: Grundsätze für den Abschluss von Bibliothekslizenzen für elektronische Zeitschriften: Richtlinien und Checkliste für Bibliotheken“*.

Nützliche Hinweise findet man auch in der kleinen zweisprachigen Broschüre der European Copyright User Platform (ECUP): „Licensing Digital Resources: How to Avoid Legal Pitfalls? = Lizenzierung digitaler Ressourcen: Wie können rechtliche Fallen vermieden werden?“* Aus dieser Broschüre stammen auch die nachfolgenden Tipps:

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