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Management bürgerschaftlichen Engagements

23.5.2012, Christiane Christiansen, Quelle: Redaktion dasbibliothekswissen.de
Wenn die Verwaltung oder die Gemeindevertretung die Idee äußert, man könne die Kosten senken, indem ehrenamtliche Helfer eingesetzt werden, so ist dies laut Konrad Umlauf noch kein zielführender Ansatz. Vielmehr müssten viele Einzelheiten bedacht und in einem längerfristigen Konzept zusammengeführt werden. Wie werden Engagierte gefunden? Auf welche Motivationen und Qualifikationen kommt es an? Welche Aufgaben sollten Freiwillige übernehmen? Wie können Qualität und Kontinuität gesichert werden? Welche versicherungsrechtlichen Aspekte sind zu beachten? Antworten gibt unser Thema der Woche, inklusive eines Mustervertrags für Freiwilligen-Arbeit:

Premium-Artikel auf dasbibliothekswissen.de:

Management Bürgerschaftlichen Engagements in Bibliotheken (von Konrad Umlauf)

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Bürgerschaftliches Engagement ist nicht eine modische Bezeichnung für das, was früher ehrenamtliche Mitarbeit hieß und etwas moderner Freiwilligen-Arbeit genannt wird, sondern weist auf einen Wandel hin: Verbreitet ist die Sorge, dass die öffentliche Hand überfordert wird, indem ihr immer mehr, aber nicht länger finanzierbare Aufgaben übertragen werden, dass Marktbeziehungen in zu einseitiger Weise alle Lebensbereiche durchdringen, dass Isolation und soziale Verwahrlosung die Gesellschaft gefährden. Eine Antwort darauf wird in einem bürgerschaftlichen Engagement gesehen, das zwischen Privatsphäre, Staat und Markt angesiedelt ist.

Damit kommt bürgerschaftliches Engagement im Umkreis von Informationseinrichtungen in privatwirtschaftlichen Unternehmen mit Gewinnorientierung nicht in Betracht. Im Mittelpunkt zivilgesellschaftlichen Engagements, wie es hier verstanden wird, steht die außerhalb von Arbeits- und Beamtenverhältnissen stehende Mitarbeit in Einrichtungen der öffentlichen Hand wie Bibliotheken, Archiven oder Kindergärten. Kennzeichnend für die auf dem Engagement von Freiwilligen oder nebenamtlicher Tätigkeit beruhenden Einrichtungen ist, dass es sich durchweg um kleine Einrichtungen mit sehr begrenzten Öffnungszeiten handelt.

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Die seitens der Verwaltung oder der Gemeindevertretung ohne konzeptionellen Gedanken hingeworfenen Idee, man könne die Kosten senken, indem ehrenamtliche Helfer eingesetzt werden, ist kein zielführender Ansatz. Vielmehr müssen die hier in diesem Abschnitt dargelegten Einzelheiten bedacht und in ein längerfristiges Konzept zusammengeführt werden.

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Link-Tipps:

Marion Stumberger / Kathrin Werner: Ehrenamtliches Personal in Bibliotheken, Hochschule der Medien Stuttgart 2005 [PDF]

Hauke, Petra u. Rolf Busch [Hrsg.]: "With a Little Help From My Friends". Freundeskreise und Fördervereine für Bibliotheken. Ein Handbuch. Bad Honnef 2005.

Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen e.V.: Handbuch Freiwilligenarbeit in Bibliotheken, Stand Dezember 2007 [PDF]

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