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Management und Marketing: Strategisches Management – Stärken-Schwächen-Analyse

Garantiert 10.4.2019, Konrad Umlauf, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Konrad Umlauf: Stärken-Schwächen-Analyse (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 3.3.6)

Die Stärken-Schwächen-Analyse ist das am meisten verbreitete Instrument zur Analyse der internen Ressourcen. Die zu beantwortenden Fragen sind:

  • Wo liegen die eigenen Stärken?

  • Wo liegen die eigenen Schwächen?

  • Wie will man damit umgehen?

Die Maßstäbe (Was sind Stärken, was Schwächen) gewinnt man aus dem Vergleich mit Mitbewerbern anhand von Einschätzungen oder Indikatoren. Alternative Maßstäbe sind:

  • Bewertung durch Stakeholder, besonders Unterhaltsträger und Nutzer

  • Bewertung durch Mitarbeiter

  • Bewertung durch Mitarbeiter in Einschätzung der Bewertung durch Stakeholder (Wie schätzen die Mitarbeiter die Bewertung durch die Stakeholder ein?).

Typische Gegenstände der Bewertung sind:

  • Marketing und Vertrieb: Leistungsangebot, Preisgestaltung, Image, Marktanteil, Marktwachstum, Absatz, Vertriebsnetz, Werbung, Marktforschung

    Öffnungszeiten, Filialbibliotheken, Nutzer-Arbeitsplätze, Erschließung, Usability der Website, Einbindung in Verbünde und Portale, Nutzung nach Bestands- und Nutzergruppen, Fernnutzung, Dokumentlieferdienste, Öffentlichkeitsarbeit und Image

  • Produkte: Produktportfolio, Qualität, Produktlebenszyklus, Preis-Leistungs-Verhältnis

    Bestandsprofil, historische und unikate Bestände, elektronische Ressourcen, Erneuerungsrate der Lehrbuchsammlung, aktuelle Sammelintensität, Sondersammlungen; Auskunftsdienst, Vermittlung von Informationskompetenz, Leseförderung, Kulturarbeit

  • Materialwirtschaft: Lieferanten, Einkaufskosten, Lagerhaltung, Logistik

    Beschaffungsgeschwindigkeit, Organisation von Fachreferaten und Geschäftsgang, Approval Plans, Electronic Resource Management

  • Produktion: Technologien, Standorte, Produktivität, Kostenstruktur, Auslastung, Flexibilität

    Hard- und Software-Einsatz, Büroausstattung, Mitarbeiterarbeitsplätze, Relation Front-/Backoffice

  • Forschung und Entwicklung: Know-how, Innovationen, Kooperationen, Lizenzen, Patente, Entwicklungspotenzial

    Beteiligung an bibliotheksübergreifenden Entwicklungs- und Steuerungsgremien

  • Personal: Qualifikation, Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklung, Altersstruktur, Entlohnung, Motivation, Lernbereitschaft, Fluktuation, Betriebsklima

  • Organisation: Aufbauorganisation, Ablauforganisation, Anpassungsfähigkeit, Informationsmanagement, Wissensmanagement

    zusätzlich: organisatorische Einbindung in die Körperschaft des Unterhaltsträgers

  • Führung: Führungsstil, Teamfähigkeit, Ziele, Dynamik, Transparenz, Delegation, Altersstruktur der Führungskräfte, Führungsnachwuchs

  • Finanzen: Eigenkapitalausstattung, Verschuldungsgrad, Finanzkraft, Cashflow, Gewinne, Investitionsplanung

    zusätzlich: haushaltsrechtliche Kompetenzen, Haushaltsflexibilität

  • Rechnungswesen und Controlling: Kostenkontrolle, Gewinn- und Umsatzplanung

Man geht folgendermaßen vor. Hierzu bieten sich Workshops als Arbeitsform an. Schritt für Schritt werden Vorschläge, die den Input der Workshops bilden, durchgearbeitet bzw. Arbeitsaufträge zur Erhebung oder Herbeischaffung von Zahlen erteilt. Auf den Workshops können auch die Einschätzungen selbst vorgenommen und im Zweifelsfall durch Abstimmung fixiert werden.

  • Zuerst werden die Bewertungsgegenstände festgelegt. Es kommt nicht darauf an, möglichst viele Bewertungsgegenstände einzubeziehen, sondern diejenigen, die als die wichtigsten für den Erfolg angesehen werden.

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