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Online-Marketing versus klassisches Marketing – Vorteile des Online-Marketings

Garantiert 28.1.2016, Ursula Georgy, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Ursula Georgy: Online-Marketing versus klassisches Marketing – Vorteile des Online-Marketings (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2015, Abschn. 7.6.3)

Für die Einbindung des Online-Marketings in ein Marketing-Gesamtkonzept ist es wesentlich, die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile dieser Marketingform für den Anbieter zu kennen:

  • Die Verbreitung reicht von der lokalen und regionalen bis zur internationalen Ebene, d. h. es wirkt global.

  • Das Marketing kann aber auch ganz spezifisch lokal bzw. regional gestaltet werden.

  • Beim professionellen Einsatz werden selektive Botschaften versandt bzw. abgerufen (kein Berieseln).

  • Die Kommunikation erfolgt nicht-linear und kann unterschiedliche Tiefe erreichen.

  • Die Werbebotschaften sind rund um die Uhr verfügbar (zeitliche Unabhängigkeit).

  • Es besteht die Möglichkeit der dauerhaften Präsenz im Gegensatz z. B. zu Einzelschaltungen in gedruckten Medien.

  • Auf aktuelle Veränderungen, z. B. im Angebot kann viel schneller reagiert werden als bei Printprodukten wie z. B. Plakaten, Infobroschüren oder Annoncen.

  • Möglichkeit der Synchronisierung verschiedener Marketinginstrumente, sodass Veränderungen auch nur noch „an einer Stelle“ vorgenommen werden müssen, d. h., die Verbreitung erfolgt mittels vernetzter Systeme.

  • Komplexere Inhalte können uneingeschränkt dargestellt werden.

  • Multimedialer Einsatz von Grafik, Sound und Video ist möglich.

  • Interaktivität und somit aktive Einbindung des potenziellen Kunden wie bei keinen anderen Medium.

  • In hohem Maße sind verlässliche Voraussagen über die mögliche Anzahl der monatlich zu erwartenden Besucher möglich.

  • Durch gezielten Einsatz kann die Streuung reduziert werden (Zielgruppenmarketing).

  • Das Werbebudget kann selbst festgelegt werden und ist z. B. nicht an teure Veröffentlichungsgebühren gekoppelt.

  • Das Marketing kann sukzessive ausgebaut und optimiert werden.

  • Der Einsatz von kreativen Werbeformen ist möglich, die dem Kunden auch Unterhaltung und Spaß liefern.

  • Es kann problemlos zwischen gewechselt werden.

  • Die Angebote können leichter personalisiert werden: „one to one-Marketing“.

  • Das Online-Marketing stellt eine Pull-Situation dar. Der Kunde entscheidet alleine, wie lange er z. B. auf einer Website verweilt.

  • Nischenmärkte können besser erschlossen werden.

  • Das Konsumentenverhalten lässt sich leichter ermitteln bzw. nachvollziehen.

  • Der Vertrieb von Produkten aber auch Dienstleistungen lässt sich durch Übernahme von Standardaufgaben durch Online-Technologien rationalisieren.

  • Auf jegliche Art interner und externer Entwicklungen kann schnell reagiert werden.

Berücksichtigt werden sollte aber bei allen Vorteilen, dass über Online-Marketing „nur“ die Internet-Nutzer erreicht werden. Dies ist insbesondere für Öffentliche Bibliotheken von Bedeutung, da hier auch Bevölkerungsgruppen zu den Kunden gehören, die nach wie vor keinen Zugang oder keine Affinität zum Internet haben. Ca. 50 % Prozent der älteren Generation (der über 60-Jährigen) nutzen das Internet nie, ca. 7 Prozent nur sporadisch. Es gilt daher darauf zu achten, dass durch Online-Marketing bestimmte und gewünschte Zielgruppen von Angeboten nicht ausgeschlossen werden. Der D21-Digital-Index 2014 von TNS Infratest und der Initiative D21 (2014) dokumentiert für das Jahr 2014 eine weiterhin stetige, aber langsamer steigende Internet-Nutzung. Heute sind knapp 77 Prozent der Deutschen online, wobei die Quote der über 50-Jährigen inzwischen bei 79 % liegt. Konkret heißt dies aber, dass ca. 17 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland (noch) nicht online sind. Auffallend ist zudem, dass die Zahl der Internet-Nutzer bei Personen mit einfacher Bildung stagniert, und es auch weiterhin ein deutliches Gefälle zwischen Städten und ländlichen Gebieten gibt. Die Studie konkretisiert dies noch wie folgt: Sehr deutlich werden die Unterschiede weiterhin in der räumlichen Dimension. Je kleiner ein Ort, desto geringer ist der Anteil der Onliner. Zudem bleibt die Schere zwischen West und Ost weiter bestehen. Erneut hat es kein neues Bundesland hat es unter die Top 10 geschafft. In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt liegt die Nutzung bei unter 70 %. Und gleichzeitig bleibt das Internet weiterhin eine Kostenfrage. So liegt der Anteil der Nicht-Onliner in Haushalten mit weniger als 1000 € Nettoeinkommen bei weiterhin über 45 %, in Haushalten mit mehr als 3000 € nur bei 6,3 %. Dies sollte von den Bibliotheken – insbesondere den Öffentlichen Bibliotheken – weiterhin bei allen Maßnahmen im Bereich Online-Marketing beachtet werden.

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