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Pressearbeit: So wird's gemacht

Garantiert 11.11.2002, Konrad Umlauf, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Konrad Umlauf: Pressearbeit: So wird's gemacht (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 7.2.4)

Abbildung 1: Relative Häufigkeit der Blickkontakte beim Lesen von Zeitungen.

  • Die Pressemitteilung kommt per Fax oder E-Mail zur Redaktion.

  • Der Aufbau einer Pressemitteilung folgt den Fragen: Wer, was, wann, wo, wie, warum?

  • Die Pressemitteilung bietet einen Interesse weckenden Titel und einen informierenden Untertitel, ggf. auch einen einordnenden Obertitel an. Beispiel:

  • Das Wichtigste steht im ersten kurzen Absatz. Er erscheint meist in Fettdruck. Von Satz zu Satz, von Absatz zu Absatz nimmt die Bedeutung der Aussagen ab.

    Hintergrund dieses Aufbaus ist die Art, wie Zeitungsseiten gelesen werden. Abbildung 1 zeigt die relative Häufigkeit der Blickkontakte bei einer Zeitungsseite. Es wird deutlich, dass praktisch alle Bilder, fast alle Überschriften, viele fettgedruckte erste Absätze gelesen werden, während die Blickkontakte um so seltener werden, je weiter hinten im Artikel der Absatz steht.

  • Die Pressemitteilung füllt mit einem Zeilenabstand von 1,5 die linke Hälfte von DIN-A-4-Seiten mit Logo des Absenders. Die rechte Seite bleibt frei für Notizen der Redaktion. Die Seiten sind einseitig bedruckt.

  • Auf jeder Seite erscheinen in einer Kopf- oder Fußzeile Absender mit Telefon- und E-Mail-Kontakt sowie Kurztitel der Pressemitteilung, ferner Seitenzählung im Format Seite x von y. Bei regelmäßigen Pressemitteilungen werden die Pressemitteilungen durchnummeriert.

  • Die Sprache ist knapp, prägnant, faktenorientiert, berichtend, verwendet kurze Sätze, keine Fremdwörter, keine Fachausdrücke, vermeidet grammatisches Passiv, personalisiert Aussagen und setzt zu diesem Zweck auch wörtliche Rede ein. Werbesprache mit Superlativen ist unangemessen. Zahlen werden gerundet und anschaulich gemacht, z.B.: über 300.000 Besucher – doppelt soviel wie das Ernst-Ludwig- Jahn-Stadion.

  • Die Pressemitteilung ist in kurze Absätze gegliedert. Im Idealfall ist der Sinn verständlich, wenn man nur die ersten Sätze in jedem Absatz hintereinander liest.

  • Von der Bibliothek der Presse überlassene Fotos haben bevorzugt das Format jpg oder 13x18 cm, Querformat. Farbfotos sind heute auch in Lokalzeitungen weit verbreitet. Handelt es sich um Verlagsfotos (z.B. des angekündigten Autors) kann der Fotograf ein Abdruckhonorar verlangen.

  • Die Pressemitteilung nennt am Anfang einen tatsächlich erreichbaren Ansprechpartner mit Telefon und E-Mail.

  • Bei rechtlich unselbstständigen Bibliotheken bzw. Informationseinrichtungen (Regelfall, z.B. Hochschulbibliothek, Stadtbibliothek) gelangt die Pressemitteilung über den Dienstweg, d.h. über Vorgesetzte und Pressestelle der übergeordneten Instanz, an die Presse. Eine Verkürzung des Dienstwegs darf nur nach Absprache mit der Pressestelle erfolgen, ist üblich bei routinemäßigen Veranstaltungsankündigungen. Die Pressestelle verfügt über einen Standard-Presseverteiler. Gegebenenfalls. liefert die Bibliothek zusätzliche Adressen von Fach- oder Massenmedien, die bedient werden sollen.

  • Die Pressemitteilung erreicht zuerst den Journalisten – zwischen Hunderten von Pressemitteilungen z.B. des Fahrgastverbandes mit einem kritischen Kommentar zur neuen Schnellfahrt-Bahnstrecke, der Post über drohende Schliessungen von Filialen, des örtlichen Taubenzüchtervereins, über das Schützenfest, über den Bauleitplan für den Ortsteil Wiesenäcker, die Ehrung langgedienter Ehrenamtlicher der Kirchengemeinde usw. Deshalb kommt es darauf an, dass die Bibliothek zuerst das Interesse des Journalisten weckt. Die Bibliothek muss es ihm inhaltlich und im Arbeitsablauf leicht machen, indem sie ihm eine Pressemitteilung bietet, die inhaltlich und sprachlich von ihm stammen könnte. Journalisten verstehen sich in der Regel als Vertreter der allgemeinen Öffentlichkeit und interessieren sich für die Themen, von denen sie meinen, ihre Leser interessierten sich dafür.

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