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Rheinland-Pfalz: Landesbibliothekszentrum soll digitaler Vorreiter werden

5.7.2018, Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz
Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte Ende Juni das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ). Sie betonte die zentrale Bedeutung von Bibliotheken für die Gesellschaft und lobte die Digitalstrategie "Lebenslanges Lernen im digitalen Zeitalter" des LBZ.

"Die Bibliotheken zählen zu den wichtigsten Bildungseinrichtungen des Landes. Sie dienen der Aus- und Weiterbildung der Bürger und Bürgerinnen, der Lese- und Sprachförderung, der kulturellen Teilhabe und sozialen Integration", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch des Landesbibliothekszentrums (LBZ) in Koblenz.

Mit der Gründung des LBZ als Koordinierungs- und Dienstleistungszentrum habe man bereits im Jahr 2004 zukunftsweisend eine klare Zuständigkeit für die rheinland-pfälzischen Bibliotheken geschaffen, so die Ministerpräsidentin. Mit der eigenen Digitalstrategie "Lebenslanges Lernen im digitalen Zeitalter" nehme das LBZ bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Teil der Strategie sei die Einführung eines rheinland-pfälzischen Bibliotheksverbunds, der alle 700 öffentlichen und die über 1000 Schulbibliotheken in ganz Rheinland-Pfalz miteinander vernetzt. „Dabei werden erstmals in einem großen Flächenbundesland Bibliotheken unterschiedlicher Sparten in ein einheitliches Bibliothekssystem integriert", so die Ministerpräsidentin. Hierzu ergänzte Dr. Annette Gerlach, Leiterin des Landesbibliothekszentrums, die Rolle des LBZ im digitalen Zeitalter: "Unsere Bibliotheken werden auch in Zukunft für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar bleiben und sollten ihre Rolle selbstbewusst artikulieren und sich stärker in den gesellschaftlichen Prozess einmischen."

Bei einem Rundgang durch das Landesbibliothekszentrum digitalisierte Ministerpräsidentin Malu Dreyer selbst ein Buch mithilfe des Digitalisierungsportals dilibri. Ebenso zeigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBZ die digitalen Sprach- und Weiterbildungsangebote für Geflüchtete auf. "Das Landesbibliothekszentrum ist ein wichtiger Pfeiler im gesamtgesellschaftlichen Kontext für Lebenslanges Lernen und für die Vermittlung digitaler Kompetenzen", stellte Ministerpräsidentin Malu Dreyer abschließend fest.

Zum LBZ

Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) bildet mit über 100 Mitarbeitern an fünf Standorten (Bibliotheca Bipontina/Zweibrücken, Pfälzische Landesbibliothek/Speyer, Rheinische Landesbibliothek/Koblenz, Landesbüchereistelle Koblenz, Landesbüchereistelle Neustadt/Weinstr.) ein leistungsstarkes Kompetenz- und Koordinierungszentrum für alle Fragen der Medien- und Informationsvermittlung. Das LBZ ist für alle 700 öffentlichen und weit über 1000 Schulbibliotheken im Land zuständig.

Auch die wissenschaftlichen Bibliotheken innerhalb des LBZ (in Zweibrücken, Speyer und Koblenz) übernehmen – neben ihrer bibliothekarischen Arbeit vor Ort – koordinierende Aufgaben. Dazu gehören beispielsweise der Auf- und Ausbau der bibliothekarischen Kulturerbeplattform „dilibri“ für landeskundliche und historische Bestände aus den Bibliotheken des Landes, die Koordination des Kulturerbeschutzes (Landesstelle Bestanderhaltung) oder auch die Organisation öffentlicher Ausstellungen zu zentralen historischen Themen (2017 Reformationsgedenken, 2018 Raiffeisenjubiläum).


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