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Skoobe vs. Onleihe

28.3.2012, Christiane Christiansen, Quelle: Redaktion dasbibliothekswissen.de
Das zu Bertelsmann gehörende Münchner Start-up Skoobe testet zur Zeit eine Flatrate für E-Books und steht mit diesem Angebot in direkter Konkurrenz zur Onleihe.

Über die Plattform Onleihe bieten viele Stadtbibliotheken Deutschlands E-Books zur Ausleihe an. Warum sich Bibliotheken entschließen, sich der Onleihe anzuschließen, was die Kommunen dies kostet und wie der Bestand ausgewählt wird, lesen Sie in einem Artikel auf rheinpfalz.de.

So zukunftsweisend das Projekt "Onleihe" ist, es gibt auch kritische Stimmen. Immer noch gibt es keine Standards bei E-Book-Readern, so dass die verschiedenen E-Book-Angebote im Netz immer den ein oder anderen Reader-Besitzer ausschließen (die Onleihe etwa bedient keine Kindle-Leser). Zudem ist laut SPIEGEL online das Angebot an ausleihbaren Titeln noch sehr begrenzt. Von Bibliotheksseite ist bspw. zu bemängeln, dass die Geschäftmodelle der Verlage für Bibliotheken immer noch unpassend sind und dass das Digital Rights Management zu wenig Sicherheit bietet. Mehr dazu lesen Sie bei Dörte Böhner auf bibliothekarisch.de.

Mit Skoobe ist nun eine App auf dem Markt, die der Onleihe Konkurrenz macht. Bibliotheken betrachten den Skoobe-Testlauf mit 10.000 Kunden skeptisch. Hat diese App das Zeug, die Onleihe vom Markt zu verdrängen? Auf SPIEGEL online hat man Skoobe und Onleihe direkt miteinander verglichen. Bei diesem Vergleich schneidet die Onleihe gar nicht schlecht ab; die Prognose für Skoobe ist recht verhalten. Denn wenngleich Skoobe beispielsweise mehr Titel zur Auswahl hat als die Stadtbibliotheken mit ihrem Onleihe-Angebot, so reicht auch Skoobes Angebot noch längst nicht aus, um sich auf einem großen und wachsenden Markt dauerhaft zu etablieren. Online-Flatrate-Kunden, das habe die Entwicklung in der Musikbranche gezeigt, wollen Zugriff auf alle Titel, nicht nur die einiger weniger Verlage. Genaueres zum Skoobe-Angebot und zum Vergleich mit der Onleihe lesen Sie auf SPIEGEL online.

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Sowohl vonseiten der Verlage als auch bei Onleihe.net sind noch einige Hausaufgaben zu machen. Eine nicht ganz unwichtige Kleinigkeit wäre zum Beispiel, die Seite www.onleihe.net für alle Browser zu optimieren. Derzeit verrutscht das Layout im Firefox bei allen Unterseiten nach rechts - außerhalb des Sichtfelds. Das wäre ein erster Ansatzpunkt für weitere Verbesserungen im Angebot.

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