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Strategisches Management: Managementkreislauf

Garantiert 5.12.2013, Konrad Umlauf, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Konrad Umlauf: Strategisches Management: Managementkreislauf (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2013, Abschn. 3.3.1.1)

Betriebliche Leistungserstellung ist in zweierlei Hinsicht ein dynamischer Prozess:

Erstens kombinieren Menschen ihre Arbeitsleistung mit denen anderer Menschen und mit Sachmitteln wie Räumen und Computern; es handelt sich also um ein Handeln in Raum und Zeit mit dem Ziel, die gewünschten Dienstleistungen zu erzeugen. Zweitens sollen die Dienstleistungen dem Bedarf entsprechen, also effektiv sein, und sie sollen wirtschaftlich, also effizient erbracht werden. Die Komplexität dieser Dynamik soll im Managementkreislauf (Abbildung) steuerbar gemacht werden.

Abbildung: Managementkreislauf (© K. Umlauf)

SWOT-Analyse

Am Anfang stehen eine Stärken-Schwächen-Analyse und eine Chancen-Risiko-Analyse. Die Stärken-Schwächen-Analyse fragt:

  • nach dem Leistungspotenzial,

  • ob die Dienstleistungen den Bedarfen entsprechen,

  • ob die innerbetrieblichen Strukturen und Abläufe effizient sind.

Die Chancen-Risiko-Analyse fragt nach Chancen und Risiken, die sich aus

  • der Umwelt,

  • den Anforderungen und Bedarfen der Kunden bzw. Benutzer,

  • den Entscheidungen und Interessen der Geldgeber und Unterhaltsträger

ergeben.

Die Chancen-Risiko- und Stärken-Schwächen-Analysen werden in der SWOT-Analyse zusammengefasst (strengths, weaknesses, opportunities, threats; ausführlich siehe Abschnitt 3.3.11).

Aus der SWOT-Analyse werden Ziele abgeleitet und mit dem Unterhaltsträger und den Mitarbeitern vereinbart. Ein Beispiel soll dies illustrieren. Die SWOT-Analyse einer Spezialbibliothek an einem außeruniversitären Forschungsinstitut habe vor allem ergeben:

  • Die Chancen bestehen in folgenden Sachverhalten:

    hoher Informationsbedarf der wissenschaftlichen Mitarbeiter.

    Die relevanten Informationsquellen sind nahezu durchweg als Netzpublikation verfügbar, in Teilen im Open Access.

    Über Fachinformation hinaus benötigen die Mitarbeiter vielfältige Bearbeitungs- und Kommunikationswerkzeuge für ihre Forschung.

    Die Wissenschaftler verwenden nennenswerte Teile ihrer Arbeitszeit für Informationsrecherche.

  • Die Risiken lassen sich wie folgt umreißen:

    weitere Preissteigerungen der kostenpflichtigen Datenbanken.

    Die Dienstleistungen der Spezialbibliothek sind im Intranet nur in einem eigenen Bereich zugänglich; dieser ist über einen Link auf weit unten liegender Hierarchiestufe erreichbar.

    Die Wissenschaftler gewinnen zunehmend die Auffassung, dass sie alle benötigte Information über allgemeine Suchmaschinen frei im Internet finden.

    Die Spezialbibliothek mit der Zeitschriftenauflage wird zunehmend als altmodisch und überflüssig wahrgenommen.

  • Die Stärken der Spezialbibliothek umfassen:

    exzellente Kompetenzen in Information Retrieval, Content-Management-Systemen, Portalsoftware.

    ausgeprägte Dienstleistungsorientierung, hohes Engagement und große Lernbereitschaft der Mitarbeiter.

    eingespielte Kontakte zu Kooperationspartnern der Informationsbranche.

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