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Thema des Quartals: Recruiting von Auszubildenden – Generation Z und was das für Ausbildungsbetriebe bedeutet

Garantiert 15.5.2018, Cornelia Vonhof, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Cornelia Vonhof: Thema des Quartals: Recruiting von Auszubildenden – Generation Z und was das für Ausbildungsbetriebe bedeutet (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 2)

Thema des Quartals: Recruiting von Auszubildenden – Generation Z und was das für Ausbildungsbetriebe bedeutet

Cornelia Vonhof: Thema des Quartals: Recruiting von Auszubildenden – Generation Z und was das für Ausbildungsbetriebe bedeutet (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 2.1)

Literatur

Cornelia Vonhof: Literatur (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 2.1.0)

Ausbildung.de Durchstarten zum Traumberuf (o. J.), https://www.ausbildung.de/berufe/fachangestellte-medien-und-informationsdienste/, Zugriff: 08.03.2019.

Beck, Christoph (2018): Azubi-Recruiting Trends 2018, Solingen: U-Form Verlag, https://www.testsysteme.de/studie2018.

Bundesagentur für Arbeit (2018): Ausbildungsstellenmarkt – Aktuelle Eckwerte im Berichtsjahr 2017/2018 – Stand: September 2018, https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Ausbildungsstellenmarkt/Ausbildungsstellenmarkt-Nav.html, Zugriff: 08.03.2019.

Mast, Claudia; Simtion, Alexandra (2016): Employer Relations: Arbeitgeberkommunikation – neues Handlungsfeld für Unternehmen / Claudia Mast, Alexandra Simtion, [1. Auflage], Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.

Nielsen, Martin; Luttermann, Karin; Lévy-Tödter, Magdalène (Hrsg.) (2017): Stellenanzeigen als Instrument des Employer Branding in Europa: interdisziplinäre und kontrastive Perspektiven (Europäische Kulturen in der Wirtschaftskommunikation Band 23), Wiesbaden: Springer VS.

Scholz, Christian (2014): Generation Z : wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, 1. Auflage, Weinheim: Wiley-VCH.

Scholz, Christian (2018): Worauf es wirklich ankommt, in: Markenartikel. Das Magazin für Markenführung (7), S. 100–102.

Was Auszubildenden im „Public Sector“ wichtig ist (2017), http://frechmut-blog.ch/was-auszubildenden-im-public-sector-wichtig-ist/, Zugriff: 09.03.2019.

Der Ausbildungsmarkt und die Zielgruppe

Cornelia Vonhof: Der Ausbildungsmarkt und die Zielgruppe (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 2.1.1)

57.656 unbesetzte Ausbildungsstellen weist die Bundesagentur für Arbeit für den Berichtszeitraum 2017/2018 aus. Dem gegenüber stehen 24.540 unversorgte Bewerber.* Sowohl die bibliothekarischen Maillisten – in ihrer Funktion als Jobbörsen – als auch die fachbezogenen Jobbörsen spiegeln diese Situation: Ausbildungsstellen zu besetzen, ist schwierig geworden. Verlängerungen von Ausschreibungen und Mehrfachausschreibungen sind fast zur Regel geworden.

Abbildung 1 Ausbildungsangebot je Bewerber

Quelle: Azubi-Recruiting Trends 2018

Der Ausbildungsmarkt hat sich ganz offensichtlich auch im Bibliothekssektor gewandelt. Betriebswirtschaftlich gesprochen ist er vom „Verkäufermarkt“ zu einem „Käufermarkt“ geworden. Im Klartext heißt das: Nicht die Ausbildungsbetriebe (als „Verkäufer“ einer Ausbildungsstelle) entscheiden sich für den Bewerber, sondern der Bewerber entscheidet sich für den Ausbildungsbetrieb. 57 % der Bewerber erhalten mehr als ein Ausbildungsplatzangebot.*

Die Ausbildungsbetriebe finden sich also in einer Lage wieder, in der es nicht mehr in erster Linie darum geht, was sie wollen und erwarten, sondern vielmehr darum, was sich die Bewerber wünschen und was diesen geboten werden kann.

Hinzu kommt ein zweiter Faktor: Auf den Ausbildungsmarkt drängt eine Generation,

  • die in einer digitalisierten Welt aufgewachsen ist und ein Leben ohne Smartphone gar nicht kennt,

  • die an Strukturen, Regeln und klare Abläufe gewöhnt ist und sie erwartet vorzufinden,

  • die sich wohlfühlen will, Wettbewerb und Karriere daher weniger reizvoll findet,

  • die selbstbewusst ist, gleichzeitig aber sicherheitsorientiert und nicht besonders lautstark auftritt,

  • die, wenn ihr jedoch etwas gegen den Strich geht, dies (z. B. in den sozialen Medien) teilt und rasch Konsequenzen zieht,

  • die Loyalität nicht hoch bewertet – weder bezogen auf Arbeitgeber noch auf Marken,

  • die durchaus leistungsbereit ist, aber Wert auf eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben legt.*

Bezeichnet wird diese Generation als „Generation Z“.*

Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein genauerer Blick auf die Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt, denen sich auch Bibliotheken gegenübersehen. Empirische Ergebnisse, die die aktuelle Situation beleuchten, bietet die Studie „Azubi-Recruiting-Trends 2018“.* Diese Studie befragt jährlich in einer deutschlandweiten doppelperspektivischen Online-Befragung sowohl Ausbildungsverantwortliche als auch (angehende) Azubis aus allen Branchen. 2018 wurde die Studie zum sechsten Mal erstellt. Die Stichprobe umfasste 5.537 Teilnehmende (4.303 Azubi-Bewerber und Auszubildende sowie 1.234 Ausbildungsverantwortliche).

Die Studie bietet interessante Einblicke in Einschätzungen und Bewertungen von Auszubildenden. Kombiniert man die Ergebnisse der Studie mit den Erkenntnissen, die sich aus dem Generationen-Modell „Generation Z“ ergeben, dann lassen sich ganz konkrete Ansatzpunkte für die Gestaltung des eigenen Recruiting-Prozesses ableiten.

Image von Ausbildungsberufen

Cornelia Vonhof: Image von Ausbildungsberufen (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 2.1.2)

Ein derzeit im Bibliothekssektor intensiv diskutiertes Thema ist das Image des Berufs, das häufig herangezogen wird, wenn nach Gründen für die schwierige Bewerberlage gesucht wird. Beklagt wird zu Recht, dass Bewerber häufig von falschen und völlig veralteten Vorstellungen über die anfallenden Tätigkeiten in Bibliotheken ausgehen. Die These lautet, dass aufgrund dieser Fehleinschätzung Ausbildungsplatzangebote von Bibliotheken als nicht attraktiv eingeschätzt würden.

Dies verwundert kaum, wenn auch in häufig genutzten Informationsquellen* folgende „Kompetenzprofile“ zu finden sind:

Abbildung 2 Kompetenzprofil FaMI

Quelle: www.ausbildung.de (letzter Zugriff: 08.03.2019)

Auch die Studie Azubi-Recruiting Trends fragt nach dem Image von weitverbreiteten Ausbildungsberufen bei Bewerbern und Auszubildenden. Die Ausbildung als Fachangestellte für Medien und Informationsdienste taucht als eher exotischer Ausbildungsberuf nicht auf.

Interessant ist, dass keinem der 15 zur Auswahl gestellten Berufe mehrheitlich ein „sehr hohes Ansehen“ zugesprochen wird. Zu den am höchsten angesehenen Berufen („sehr hohes Ansehen“ oder „eher hohes Ansehen“) gehören: Fachinformatiker (62,84 %), Kaufmann/-frau für Büromanagement (59,59 %), Mediengestalter/in Digital und Print (58,47 %), Medizinische/r Fachangestellte/r (57,15 %) und Chemikant/in (56,14 %).*

Aus diesen Ergebnissen lassen sich durchaus Hinweise darauf ableiten, welche Aspekte eines Berufsbilds für Bewerber interessant sind. Parallelen zum Berufsbild eines FaMI könnten identifiziert und entsprechend herausgestellt werden.

Angesichts einer oft nicht der Realität entsprechenden Vorstellung vom Ausbildungsberuf ist es umso wichtiger, dass möglichst viele Bibliotheken offensiv die Möglichkeit eröffnen, den beruflichen Alltag erleben zu können. Die vielerorts angebotenen Schülerpraktika sind insofern ein wirkungsvolles Marketinginstrument, das als solches auch einen entsprechenden Stellenwert haben sollte. Gerade angesichts des hohen Sicherheitsbedürfnisses der Generation Z, also dem Wunsch möglichst genau zu wissen, auf was und auf wen man sich mit einer Ausbildung einlässt, gewinnt das persönliche Erleben gegenüber Werbemitteln wie Flyern oder auch YouTube-Videos an Bedeutung.

Interessant ist ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Erwartung der Betriebe und Ausbildungsverantwortlichen an die Digitalkompetenz der Azubis liegt deutlich höher als deren Selbsteinschätzung. Gerade Bibliotheken, für die der Aufbau digitaler Kompetenzen in ihren Belegschaften eine Herausforderung ist und die häufig darauf hoffen, mit den Auszubildenden die entsprechende Kompetenz ins Haus zu holen, sollten ihre Azubis realistisch ein- und deren Digitalkompetenz nicht per Generationenzughörigkeit überschätzen.*

Stellenanzeigen

Cornelia Vonhof: Stellenanzeigen (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 2.1.3)

Stellenanzeigen sind nach wie vor die zentralen „Touchpoints“, an denen sich der ausschreibende Betrieb und die Bewerber begegnen. Die Gestaltung einer Stellenausschreibung entscheidet darüber, ob und wie sie wahrgenommen wird. Will ein Ausbildungsbetrieb auf einem Käufermarkt erfolgreich sein, dann muss eine Stellenausschreibung die Informationsinteressen der Zielgruppe bedienen.

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