Themen
Termine und Adressen
 
Do not fill this:

Sie möchten folgenden Artikel lesen:

Urheberrecht: Das Kopieren

Garantiert 28.9.2018, Arne Upmeier, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Arne Upmeier: Urheberrecht: Das Kopieren (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2018, Abschn. 10.2.1)

Das Vervielfältigungsrecht zählt zu den exklusiven Rechten des Urhebers. In den §§ 44a, 53, 60a bis 60e Abs. 1, 69 d Abs. 2, 87c UrhG werden die Ausnahmen im Allgemeininteresse zum Kopierrecht bezeichnet. Diese erlauben das Kopieren ohne Zustimmung des Rechtsinhabers. Die am häufigsten angewandte Norm ist § 53 UrhG: das Kopieren zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch. Für Kopien zu Unterrichtszwecken (§ 60a UrhG), für die wissenschaftliche Forschung (§ 60c UrhG) und durch Bibliotheken, Archive, Museen und Bildungseinrichtungen (§ 60e Abs. 1 i. V. m. 60 f. UrhG) gibt es jeweils eigene Erlaubnisse. Durch die §§ 54, 54c UrhG wird die Vergütungspflicht (Geräte- und Betreiberabgabe) geregelt. So enthält jeder Kaufpreis für ein Vervielfältigungsgerät (z. B. Kopierer, CD und DVD Player, Fax) die Geräteabgabe, die der Hersteller an die VG Wort abführt. Außerdem schuldet jeder Betreiber eines Kopiergerätes, soweit es sich nicht um interne Behörden- und Firmengeräte sowie in privaten Haushalten befindliche Geräte handelt, eine Betreibergebühr, die ebenfalls an die VG Wort zu entrichten ist. Für Hochschulen, Bibliotheken und Informationseinrichtungen haben Bund und Länder dazu mit der VG Wort einen Rahmenvertrag ausgehandelt, aus dem sich die von jeder dieser Einrichtung zu zahlende Vergütung ergibt. Diese wird einmal jährlich für jedes selbst betriebene Gerät fällig. Viele Bibliotheken haben den Betrieb ihrer Kopiergeräte an externe Anbieter „ausgelagert“. Dann ist die Vergütung von diesen externen Betreibern der Geräte zu zahlen, nicht von der Bibliothek, in der das jeweilige Gerät steht.*

Zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch nach § 53 UrhG ist es erlaubt, einzelne Kopien (i. d. R. bis zu sieben identischen Exemplaren) durch jedes beliebige Vervielfältigungsverfahren herzustellen bzw. herstellen zu lassen, so auch digital:

  • zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern. Die Kopie von Bild- und Tonträgern sowie von elektronischen Werken darf nur erfolgen, wenn es unentgeltlich geschieht. Unentgeltlichkeit ist auch dann in Bibliotheken und Informationseinrichtungen gegeben, wenn dafür Gebühren oder Entgelte erhoben werden, soweit diese die Kostendeckungsgrenze nicht überschreiten.

  • zum Zwecke des Aufbaus eines eigenen Archivs, wenn dazu eine eigene Vorlage verwandt wird. Ein elektronisches bzw. digitales Archiv darf nur hergestellt werden, wenn es der Allgemeinheit dient. Bei wirtschaftlichen Zwecken darf das Archiv nur zu einer analogen Nutzung führen.

  • zur Unterrichtung über Tagesereignisse, wenn es sich um Funk- und Fernsehsendungen handelt.

  • zum sonstigen eigenen Gebrauch, wenn es sich um kleine Teile (20 % einer Monografie) eines erschienenen Werkes oder Beiträge aus Zeitungen und Zeitschriften handelt. Hier ist eine digitale Kopie nur gestattet, wenn eine analoge Nutzung erfolgt.

Sie möchten weiterlesen?

Loggen Sie sich mit Ihrem Premium-Account ein oder erhalten Sie jetzt 14 Tage freien Zugang mit der Bestellung unseres Newsletters!

Jetzt gratis weiterlesen!
  • Zugriff auf alle Premium-Artikel der Seite!
  • Keine Kündigung erforderlich (Premium-Zugang endet automatisch)
  • Gratis und unverbindlich!
  • Zusätzlicher Fach-Newsletter für 0,00 €