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Werbung und Öffentlichkeitsarbeit: Organisation und Ressourcen

Garantiert 11.11.2002, Konrad Umlauf, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Konrad Umlauf: Werbung und Öffentlichkeitsarbeit: Organisation und Ressourcen (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm • Prof. Dr. Konrad Umlauf, Hamburg: Dashöfer 2011, Abschn. 7.1.4)

Nach Schmidt (2001) hat etwa ein Drittel der Öffentlichen Bibliotheken mit mindestens 20.000 Medieneinheiten und mindestens einer halben Personalstelle einen freilich oft geringen Stellenanteil für Öffentlichkeitsarbeit eingeplant (Stand: 1992; eine neuere Erhebung existiert nicht). Aber mehr oder minder alle Öffentlichen Bibliotheken geben an, dass sich einzelne Mitarbeiter oder Teams auch um Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Meistens sind die Aktivitäten auf mehrere Personen verteilt, was für die Mitarbeiter-Motivation (Öffentlichkeitsarbeit, genauer: Kulturmanagement ist eine außerordentlich beliebte Aufgabe) sinnvoll sein mag: Die Bibliothekarin für den Kinder- und Jugendbereich plant und organisiert auch die Veranstaltungen für diesen Bereich, der Lektor für Recht, Wirtschaft, Steuern fertigt gelegentlich ein Auswahlverzeichnis aus diesem Bereich usw. Das Problem dabei ist indessen oft die mangelnde Koordination der Einzelaktivitäten und das Fehlen eines Zielkonzepts, aus dem heraus die Einzelaktivitäten erst Wirkung entfalten könnten. Nur ein Drittel der Öffentlichen Bibliotheken gibt an, ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit zu haben; bei 5 % liegt ein schriftliches Konzept vor.

Über einen ausgewiesenen Etat für Öffentlichkeitsarbeit verfügen etwa zwei Drittel der Öffentlichen Bibliotheken. Der Umfang der Mittel schwankt zwischen Null und mehreren 10.000 EUR. Die Empfehlung des Deutschen Bibliotheksinstituts aus 1981, für Öffentlichkeitsarbeit sollten Mittel in Höhe von 5 % des Erwerbungsetats zur Verfügung stehen, blieb praktisch unwirksam. Schmidt (2001) konnte keinen Zusammenhang zwischen dem Umfang der Mittel für Öffentlichkeitsarbeit und irgend einer anderen Größe, sei es Einwohnerzahl, Bestand, Gesamtetat usw., feststellen.

Etwa ein Drittel der National-, Hochschul- und Regionalbibliotheken leistet nach Schmidt (2001) Öffentlichkeitsarbeit, die über Info-Blätter, Nutzerschulungen oder Website (die überall Standard ist, aber in der Regel eine Informationsdienstleistung mindestens mit OPAC, oft mit Zugang zu Fachportalen, elektronischen Zeitschriften, Dokumentenserver usw. darstellt) hinausgeht. Einzelne Wissenschaftliche Bibliotheken verfügen über eine hauptamtliche Stelle für Öffentlichkeitsarbeit; in der Regel kümmert sich die Bibliotheksleitung oder ein Fachreferent mit mindestens einem Viertel seiner Stelle um diese Aufgabe. Veranstaltungen der Wissenschaftlichen Bibliotheken sind in erster Linie Kunst- und Buchausstellungen mit einer Frequenz von häufiger als fünf pro Jahr. Unter organisatorischen Aspekten lassen sich folgende Essentials festhalten:

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