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beluga – ein nutzerfreundlicher Katalog für Hamburg

Garantiert 12.12.2012, Dr.-Ing. Jan F. Maas, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
beluga ist ein an der Staatsbibliothek Hamburg entwickelter Katalog, der die Bestände vieler wissenschaftlicher Bibliotheken Hamburgs umfasst. Zum Anfang Dezember 2012 wurde beluga in einer neuen Version veröffentlicht, die sich an ein breites Publikum aus Wissenschaftlern, Studierenden, Bibliothekaren und allen anderen interessierten Personen richtet.


Quelle: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

beluga ist als Alternative zum Hamburger Regionalkatalog einsetzbar, soll aber zukünftig auch die Möglichkeit bieten, die lokalen OPACs der an beluga beteiligten Bibliotheken zu ersetzen. Durch die geplante Integration eines Resource Discovery Systems (RDS) soll sich beluga mittelfristig zu einer komfortablen und nutzerfreundlichen „All in one“-Lösung entwickeln, mit der Hamburger Wissenschaftler und Studierende einen Großteil ihres wissenschaftlichen Informationsbedarfs abdecken können.

Technisch basiert beluga auf dem SOLR-Suchmaschinenindex „GBV Central“ der VZG Göttingen und einem stark modifizierten VuFind als Basissystem.

Der Name „beluga“ stammt übrigens von dem Weißwal (Delphinapterus leucas) und soll an die Verbundenheit der Stadt Hamburg mit dem Meer und der Seefahrt erinnern.



Screenshot der Katalog-Startseite

Zielsetzung und Nutzen

Für das beluga-Projekt hatten folgende Ziele von Anfang an eine hohe Priorität:

Usability

Die Nutzerfreundlichkeit des Katalogs ist das zentrale Ziel der Entwicklung. Durch Fokusgruppentests (Wissenschaftler und Studierende) und Interviews wurde daher in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) ein Interface geschaffen, das sich direkt an dem Bedarf unserer Nutzer orientiert. Neben der optimalen Anordnung der Bedienelemente war es wichtig herauszufinden, welche der möglichen neuen Features tatsächlich von den Nutzern gewünscht werden und welche nicht. So wurden in beluga z. B. keine Rezensionen aus kommerziellen Quellen integriert, da die Nutzer durch solche die Neutralität des wissenschaftlichen Katalogs, die für sie ein zentrales Qualitätsmerkmal darstellt, gefährdet sahen.

Anreicherung des Katalogs durch externe Daten

Die Anreicherung mit zusätzlichen Daten (z. B. Cover, Inhaltsverzeichnisse, Rezensionen, etc.) stellt mittlerweile einen Standard in wissenschaftlichen Katalogen dar – so sind die Einblendung von Covern oder Buttons, die zu Inhaltsverzeichnissen führen, auch schon in vielen klassischen OPACs üblich. Eine wichtige Frage war hierbei vor allem, welche Daten für die Nutzer eine echte Bereicherung darstellen und welche als wenig hilfreich oder ggf. sogar als störend empfunden werden.

beluga verfolgt daher einen eher minimalistischen Ansatz: Es werden lediglich Links zu Inhaltsverzeichnissen und Vorschauansichten sowie Cover eingeblendet.

Eine wichtige Frage an dieser Stelle war auch die des Katalog 2.0: Wie weit sollten Nutzer in der Lage sein, den Katalog nicht nur lesend zu verwenden, sondern auch verändernd in ihn einzugreifen? Beispiele für Veränderungen durch Nutzer sind z. B. öffentlich sichtbare Tags und Rezensionen, Literaturlisten etc. Auch an dieser Stelle haben wir mithilfe der Nutzerpartizipation festgestellt, dass die Nutzer „ihren“ Katalog möglichst inhaltlich neutral haben wollen. Tags und Rezensionen anderer Nutzer waren nicht erwünscht, lediglich bewusst veröffentlichte Literaturlisten z. B. von Lehrenden wurden als hilfreich angesehen.

Einbindung in Hamburger E-Learning-Umgebungen

In Hamburg existieren eine Vielzahl moderner E-Learning-Umgebungen parallel: Olat, CommSy, Moodle, etc. Ein Ziel bei der Entwicklung von beluga war es, Literaturlisten mit wenigen Klicks in diese Umgebungen zu exportieren.

Umfang

Aktuell sind in beluga ca. 16 Mio. Datensätze recherchierbar, wovon knapp 10 Mio. Bestände aus Hamburger Bibliotheken sind und über 6 Mio. aus nationallizensierten Daten bestehen.

In beluga sind z. Zt. folgende Einrichtungen vertreten:

  • das Bibliothekssystem Universität Hamburg (Staatsbibliothek Hamburg und Fachbibliotheken der Universität)
  • die Commerzbibliothek der Handelskammer Hamburg
  • die Bibliothek der HafenCity Universität
  • die Bibliothek der Hamburg Media School
  • die Hamburger Lehrerbibliothek
  • die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität
  • die Bibliothek der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
  • die Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater
  • das Staatsarchiv Hamburg
  • die Bibliothek der TU Hamburg-Harburg

Die Aufnahme der Bestände weiterer wissenschaftlicher Bibliotheken ist geplant.

Recherche in beluga

beluga basiert auf Suchmaschinentechnologie, so dass viele der Vorteile der Recherche auf Basis dieser Technik leicht umzusetzen waren. Beispiele sind eine Autovervollständigungs-Funktion, die Anzeige ähnlicher Titel, unscharfe Suche, eine Relevanzsortierung und natürlich das facettierte Browsing.

beluga verfügt sowohl über eine voreingestellte Einfache Suche als auch eine Erweiterte Suche nach Feldern. Auf der Startseite ist lediglich die Einfache Suche sichtbar, womit beluga dem erfolgreichen „Google-Konzept“ eines möglichst einfachen Sucheinstiegs folgt. Ein Link führt dann zur Erweiterten Suche.

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