Themen
Termine und Adressen
 
Do not fill this:

Sie möchten folgenden Artikel lesen:

Management und Organisation: Von der Betriebswirtschaft zu Marketing und Coaching

Garantiert 15.5.2019, Hans-Christoph Hobohm, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Hans-Christoph Hobohm: Von der Betriebswirtschaft zu Marketing und Coaching (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Cornelia Vonhof • Prof. Dr. Konrad Umlauf, Hamburg: Dashöfer 2019, Abschn. 3.1.1)

Einer der faszinierendsten Topmanager unserer Zeit, Lee Iacocca,* definierte Management einmal so: Management ist „nichts anderes als die Kunst, andere Menschen zu motivieren“. Nicht alle Fachleute teilen die Knappheit der Aussage. Das Wörterbuch und der allgemeine Sprachgebrauch sehen im Begriff vor allem eine große Nähe zur Betriebswirtschaft. Unternehmens- und Betriebsführung ist mehr als Motivation und Psychologie.

Ma·na·ge·ment

[’man1d3m·nt], ·das; ·-s,-s·(ökon.) e

1 Unternehmensführung, Organisation, Betriebsführung

2 mit (1) betrauter Personenkreis eines Unternehmens*

Eugen Schmalenbach (1873–1955), der dem Fach ‚Betriebswirtschaftslehre‘ (BWL) den Namen gab, definierte als das Ziel dieser Wissenschaft die Ableitung von Verfahrensregeln für die Praxis des Wirtschaftens. Neuere Vertreter der Betriebswirtschaftslehre sahen sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Gegensatz dazu als Teilbereich der Wirtschaftstheorie und grenzten sich damit ab von einer Betriebswirtschaftslehre, Manager die „als interdisziplinäre[r] Managementwissenschaft [verstanden], die Lebenshilfe für einen Großteil der Probleme geben will, mit denen sich überlastete Manager herumschlagen müssen und die sich deshalb in allen Verhaltens- bzw. Sozialwissenschaften verankern möchte.“ (Gabler Wirtschaftslexikon)*

Das vorliegende Handbuch wird diesen Streit der Kulturen nicht schlichten können und auch und vor allem nicht die Frage beantworten, ob es eine spezifische „Bibliotheksbetriebslehre“ gebe. Allein durch den Titel „Management für Bibliotheken und Informationseinrichtungen“ bezieht es jedoch Position auf der Seite der Betriebswirtschaft als interdisziplinärer anwendungsbezogener Managementwissenschaft, von der vermutet wird, sie sei lediglich „Vermarktungstechnologie von Rezepten ohne wirtschaftstheoretische Fundierung“ (ebd.). In der Tat wimmelt es im Managementbereich nur so von Moden und Trends. Eine geniale Idee einer Managementberatungsfirma jagt die andere.

Das Handbuch geht vor allem davon aus, dass es sich bei Bibliotheken und Informationseinrichtungen um Betriebe und Organisationen bzw. im weiteren Sinne um Unternehmen handelt, die mit einem gegebenen Ziel oder Auftrag mit mehr oder weniger vorhandenen Ressourcen wirtschaftlich effektiv Dienstleistungen oder Sachgüter erzeugen (müssen). Insofern erscheint es berechtigt, Anleihen zu machen bei betriebswirtschaftlichen Theorien oder managementwissenschaftlichen Beratungstrends, ohne dabei bestimmten einzelnen Schulen zu folgen.

Fachwissen und Managementkompetenzen

Das hier skizzierte praktische Wissen ersetzt jedoch nicht das rein bibliothekarische und informationswissenschaftliche Fachwissen oder allgemeine fachliche und wissenschaftliche Hintergründe, die notwendig sind bei der Arbeit in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Es weist lediglich auf die zunehmende Bedeutung der oben verhaltenstheoretischen genannten psychologischen, aber auch betriebwirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte.

Sie möchten weiterlesen?

Loggen Sie sich mit Ihrem Premium-Account ein oder erhalten Sie jetzt 14 Tage freien Zugang mit der Bestellung unseres Newsletters!

Jetzt gratis weiterlesen!
  • Zugriff auf alle Premium-Artikel der Seite!
  • Keine Kündigung erforderlich (Premium-Zugang endet automatisch)
  • Gratis und unverbindlich!
  • Zusätzlicher Fach-Newsletter für 0,00 €