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Produktpolitik, Informationsdienstleistungen: Management von Bildungsdienstleistungen - Management der Teaching Library

Garantiert 20.5.2021, Ladina Tschander, Konrad Umlauf, Konrad Umlauf, Ladina Tschander, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Ladina Tschander, Konrad Umlauf, Konrad Umlauf, Ladina Tschander: Management der Teaching Library (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2021, Abschn. 8.3.2)

Teaching Librarians sehen sich verpflichtet die Modelle der Informationskompetenz in Lerneinheiten umzusetzen. Deren Tätigkeit ist grundlegend für Teaching Libraries. Insofern sind diese Mitarbeitenden federführend bei der Umwandlung herkömmlicher Bibliotheken in Teaching Libraries. Wenn Bibliotheken diesen Wandel verstetigen wollen und unabhängig von der Kraft und dem Engagement einzelner Mitarbeitenden vorantreiben wollen, müssen folgende zehn Bedingungen im Management der Bibliotheken gegeben sein:

  • Erstens sollte das Bekenntnis zum Konzept einer Teaching Library im Leitbild (vgl. Abschnitt 3.2.6 in diesem Handbuch) verankert sein. Das Konzept muss sich auf alle Handlungsfelder der Bibliothek erstrecken bis hin zum Website-Design.

  • Zweitens muss die Bibliotheksleitung hinter dem Konzept stehen. Auch Kooperationspartner, für deren Klientel die Teaching Library sich anstrengt, beispielsweise die Volkshochschule oder die Fortbildungsabteilung der Industrie- und Handelskammer, müssen vom Konzept der Teaching Library überzeugt werden. Dabei geht es nicht nur darum, gegen verbreitete Vorurteile anzureden, sondern es geht darum, den Nutzen der Vermittlung von Informationskompetenz unter Beweis zu stellen.

  • Drittens müssen die erforderlichen personellen Ressourcen ermittelt und sichergestellt werden, ggf. durch Umschichtung von Aufgaben.

  • Viertens: Die Aufgabe der Vermittlung von Informationskompetenz muss im Geschäftsverteilungsplan und in den Arbeitsplatzbeschreibungen verankert sein.

  • Fünftens muss sich das Personal zur Teaching Library bekennen. Ggf. muss ein neues Verständnis der bibliothekarischen Berufsrolle durch Personalentwicklungsmaßnahmen erzeugt werden.

  • Aber das Bekenntnis reicht nicht aus. Deshalb sind sechstens Qualifizierungsmaßnahmen (vgl. Abschnitt 4.1 in diesem Handbuch) erforderlich.

  • Siebtens müssen die erforderlichen sachlichen und räumlichen Ressourcen ermittelt und sichergestellt werden. Hier geht es also um Räume, um PC-Plätze, um Kapazitäten für die Herstellung von Videos, um Material für Design Thinking usw.

  • Achtens muss das Management dafür sorgen, dass die erforderlichen medialen Ressourcen zur Verfügung stehen.

  • Neuntens: Noch wichtiger als generell ist für die Teaching Library ein organisierter Erfahrungsaustausch mit vergleichbaren Bibliotheken, am besten die Teilnahme an einem Benchmarking (vgl. Abschnitt 5.6 in diesem Handbuch) in Bezug auf einschlägige Aktivitäten.

  • Und schließlich zehntens sollten Instrumente des Qualitätsmanagements (vgl. 3.5 in diesem Handbuch) eingesetzt werden, um die Maßnahmen wie Veranstaltungen zur Vermittlung von Informationskompetenz, Maßnahmen wie Anpassung von Online-Tutorials etc. zu evaluieren und in einen Prozess ständiger Verbesserung einzubeziehen.

Auf dem Weg von der durchschnittlichen Bibliothek zur Teaching Library sollte man einen klassischen Marketing-Prozess durchschreiten (vgl. 3.4 in diesem Handbuch). Er kann folgende Schritte umfassen; diese sind je nach Bibliothekstyp (Öffentliche Bibliothek, Hochschulbibliothek, Schulbibliothek, Spezialbibliothek usw.) sinngemäß zu modifizieren:

  1. Bestandsaufnahme, Stärken-Schwächen-Analyse

    1. Bestandsprofil, Dienstleistungsprofil

    2. raumorganisatorische Voraussetzungen

    3. Kompetenzen des Personals

    4. Abgleich mit Leitbildern und Profilen der möglichen Kooperationspartner

  2. Entwicklung eines Leitbilds mit Anschlussfähigkeit für die wichtigsten Kooperationspartner

  3. Anwendung des Leitbilds auf:

    1. Bestandsprofil, Dienstleistungsprofil

    2. Bestandserschließung und -präsentation

    3. Website des Bibliothek

    4. Organisation: ggf. Bildung von Teams nach Lernbereichen (z. B. Familienbibliothek oder nach Fakultät)

    5. Kompetenzen des Personals, ggf. Personalentwicklungs- maßnahmen

    6. Dienstleistungen für Kooperationspartner

  4. Planung und Durchführung einzelner Maßnahmen mit Zeithorizont von einem Jahr oder wenigen Jahren, z. B.:

    1. Erkundung des Beratungsprofils der örtlichen Einrichtungen der Weiterbildungsberatung (VHS, IHK, Handwerks- kammern, Beratungsstellen Frau und Beruf…)

    2. Ausrichtung des Bestands- und Dienstleistungsprofils auf den Bedarf von Selbstlernern, bei einer Öffentlichen Bibliothek bes. in den Bereichen Fremdsprachen, Softskills im Beruf, Management-Methoden; bei einer Hochschulbibliothek besonders auf den Bedarf der Studierenden

    3. Veranstaltungen zur Karriereberatung mit Partnern aus der Weiterbildungsberatung in der Bibliothek

    4. Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz im Bereich der berufsfeldbezogenen Zusatzqualifikation der Hochschul-Studiengänge

    5. Integration bibliothekarischer Angebote zur Vermittlung von Informationskompetenz in die Weiterbildungsprogramme der Partner bzw. in das Lehrangebot der Fakultäten

    6. bei Hochschulbibliotheken Fortbildungsangebote zur Vermittlung von Informationskompetenz für Lehrer, Ärzte, Anwälte, Ingenieure

    7. Werbung über Einrichtungen der Weiterbildungsberatung und über die Dozenten bzw. Lehrer

  5. Evaluation der Maßnahmen im Einzelnen

  6. Bewertung der Maßnahmen insgesamt nach ihrem Beitrag zur Umsetzung des Leitbilds.

Teaching Librarian

Ladina Tschander: Teaching Librarian (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2021, Abschn. 8.3.2.1)

Auch wenn Bibliotheken sich zur Teaching Library bekennen, werden nicht nur Teaching Librarians darin arbeiten. Das nachfolgend vorgestellte Qualifikationsprofil zeigt, dass Teaching Librarians hohe Anforderungen zu bewältigen haben und dass sie neben der Lehrtätigkeit ihr technisches und fachliches Know-how à jour halten müssen.

Eine Herausforderung ist, dass sowohl im Referenzrahmen als auch im Framework von den Unterrichtenden (sei es bibliothekarisches Personal oder pädagogisches bzw. akademisches Personal) zahlreiche Kompetenzen gefordert sind. Aufgrund der Forderungen der Hochschulrektorenkonferenz sind Bibliotheken bemüht, das Berufsfeld „Teaching Librarian“ zu professionalisieren. Ein wichtiger Schritt hierzu ist das Qualifikationsprofil für Teaching Librarians, welches die Gemeinsame Kommission für Informationskompetenz des VDB und dbv 2016 auf dem Bibliothekartag in Nürnberg vorgestellt hat.*

Unter Teaching Librarians wird dasjenige Personal subsumiert, welches mit dem Aufgabengebiet der Konzeption und Durchführung von Bildungsangeboten beauftragt ist. Das Qualifikationsprofil beantwortet die Fragen, welche Kompetenzen für das Tätigkeitsfeld benötigt werden und welche Fähigkeiten in den Aus- und Weiterbildungen vermittelt werden sollen. Das Profil kann auch als Grundlage für die Formulierung von Lernzielen in der Aus- und Weiterbildung dienen.

Den Startpunkt bildete 2014 ein Round-Table-Gespräch der Kommssion mit Expertinnen aus allen regionalen Netzwerken und AGs zu Informationskompetenz. Es orientiert sich am Deutschen Qualifikationsrahmen,* in welchem der Kompetenzbegriff ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt. Wie im Deutschen Qualifikationsrahmen wird im Qualifikationsprofil zwischen Fachkompetenzen (im Sinne von Wissen und Fertigkeiten) und personalen Kompetenzen (gefasst mit Sozialkompetenz und Selbstständigkeit) unterschieden. Die wichtigsten am Roundtable genannten Qualifikationen waren die fachliche Recherchekompetenz, die Teamfähigkeit und eine hohe didaktische Kompetenz.

Abb. 6: Qualifikationsprofil Teaching Librarian (aus: http://www.informationskompetenz.de/index.php/event/qualifikationsprofil-teaching-librarian-anforderungen-und-schwerpunkte-einer-praxisbezogenen-qualifikation-fuer-die-vermittlung-von-informationskompetenz/. (05.05.2020)).

Das Qualifikationsprofil zeigt, dass ein hohes Fachwissen und vielfältige Ansprüche an die Persönlichkeit gefordert sind. Jedoch sind die verlangten Ausprägungen dieser Qualifikationen je nach Bibliothekstyp und dem konkreten Aufgabengebiet unterschiedlich.

Zudem steht eine Differenzierung nach Niveaustufen aus. Erste Angaben hierzu finden sich bei Tappenbeck et al (2017).* Die Ergebnisse der 2016 durchgeführten Bibliotheksbefragung ermöglichen Aussagen über die von der Berufspraxis gewünschten Qualifikationsschwerpunkte. Die genannten Punkte bestätigen die für alle Qualifikationsstufen genannten Kompetenzen.

Im Bereich der Fachkompetenz (umfasst Quellenkompetenz, Informationsmethodische Kompetenz, Technik- und Medienkompetenz, Wissenschaftskompetenz und Beratungskompetenz) werden Grundkenntnisse gefordert. In allen Qualifikationsstufen muss die Serviceorientierung stark ausgeprägt sein. Zentral sind die didaktisch-methodischen Kenntnisse und Fähigkeiten. Alle Bibliothekare, die als Teaching Librarian tätig sind, haben einen regen Kontakt zu Menschen unterschiedlicher Kulturen und Bildungsgrade. Alle benötigen eine hohe Sozialkompetenz, müssen aufgeschlossen und flexibel sein. Oftmals sind die Rahmenbedingungen für Kurse wenig konstant. Unterschiedliche Räume, schwer kalkulierbare Zusammensetzung und Größe von zu unterrichtenden Gruppen oder die unterschiedlichen Formate sind nur einige der Herausforderungen, welchen sich Teaching Librarians gegenüber sehen. Die größte dürfte aber der rasante Wandel in der Informationslandschaft und -technik sein. Dieser verändert das Nutzungsverhalten und hat Auswirkungen auf die didaktische Gestaltung. Er bedingt, dass sich Teaching Librarians stetig weiterbilden.

Bildungsangebote

Ladina Tschander: Bildungsangebote (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2021, Abschn. 8.3.2.2)

Für die inhaltliche Gestaltung sind die Teaching Librarians zuständig. Sie setzen die Lernziele fest, wählen die adäquate Unterrichtsform und führen die Kurse durch. Um dies bewerkstelligen zu können, benötigen die Teaching Librarians einen Handlungsraum und Unterstüzung durch das Management. Insbesondere benötigen sie genügend Zeit, um Lehrangebote zielgruppenspezifisch erarbeiten und die Durchführung professionell evaluieren zu können. Es benötigt eine genaue Abwägung, welche zusätzlichen Arbeiten die Teaching Librarians noch verrichten können.

Dennoch muss die Frage gestellt werden, ob sich eine Bibliothek reine Teaching Librarians leisten kann oder ob diese nicht weitere Funktionen in der Bibliothek übernehmen sollten. In Wissenschaftlichen Bibliotheken bietet sich an, dass sie noch die Arbeiten des Fachreferats innehaben. In den Öffentlichen Bibliotheken werden sie sich mit der Community-Bildung befassen und den Lernraum Bibliothek gestalten.

Kernaufgabe der Teaching Librarians sollte aber das Umsetzen attraktiver Bildungsangebote zur Förderung von Informationskompetenz sein. Grundlegend hierfür sind didaktische Kenntnisse, wie sie Hanke und Sühl-Strohmenger ausführlich in ihrem Buch Bibliotheksdidkatik ausführlich beschreiben.*

nach Homann, Benno. „Informationskompetenz als Grundlage für bibliothekarische Schulungskonzepte“. Bibliotheksdienst 34, Nr. 6 (2000): 972.

Die Attraktivität und Qualität des Bildungsangebots wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Zentral ist, dass die Zielgruppe bekannt ist: Welche Vorkenntnisse können vorausgesetzt werden? Wie ist die Motivation der Teilnehmenden einzuschätzen? Welche Bedürfnisse sind vorhanden? Antworten auf diese Fragen legen die Inhalte, den Ablauf und die Formate fest. Die Angebote müssen auf die jeweiligen Lernvoraussetzungen der Zielgruppen und auf zu definierenden Lernziele ausgerichtet sein. Es gilt zielgruppenspezifische Lerninhalte sowie Lehrmethoden zu wählen. Dies bedingt eine gute Kenntnis der Zielgruppe.

Die Zielgruppen sind nach den Kriterien: Thema und Niveau zu bestimmen. Beispielsweise ein niedergelassener Arzt kann eine Schulung in der Benutzung medizinischer Datenbanken gut gebrauchen, aber es kommt nicht nur auf das Thema – Beispiele aus der Praxis niedergelassener Ärzte, also vielleicht Allergien, aber nicht Genom-Forschung –, sondern auch auf das Niveau an, also die medizinische Fachterminologie wird als bekannt vorausgesetzt. Wenn es um die Praxis Öffentlicher Bibliotheken geht, braucht z. B. die achte Klasse einer Hauptschule einen anderen Kurs zur Vermittlung von Informationskompetenz als die achte Klasse eines Gymnasiums. Oder schriftliche Materialien, die sich an Personen über 60 Jahre richten, sollten Schriften von 12 bis 14 Punkt verwenden. Besonders interessant sind naturgemäß Zielgruppen, die zur Fortbildung formal verpflichtet sind; in Deutschland trifft dies beispielsweise auf Ärzte und in einigen Bundesländern auf Lehrer zu (vgl. Krähwinkel 2007). Es versteht sich, dass die Angebote zur Vermittlung von Informationskompetenz dann in die formalisierten Systeme zur Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen einbezogen werden müssen.

Ebenfalls eine Abstimmung mit oder bestenfalls Intergration in die formelle Lehre ist im Hochschulbereich anzustreben. Aber noch 2017 ist die Mehrheit des Angebots ein selbstständiges: Gemäß der Veranstaltungsstatistik des Portals Informationskompetenz sind damals 80 % der Bibliothekskurse weder in Curricula der Hochschule eingebunden noch verpflichtend.* Wissenschaftliche Bibliotheken bieten also mehrheitlich eigenständige Kurse an, die oft nur auf der Bibliothekswebsite angekündigt sind und deren Besuch freiwillig ist. Dass die Studierenden Zeit für solche Kurse aufwenden, bedingt eine sehr gute Abstimmung auf die Herausforderungen, denen sich die Studierenden der verschiedenen Fachrichtungen gegenüber sehen. Das bedeutet, dass die Bibliothek im stetigen Austausch mit den Dozierenden sein sollte, um die Lehr- und Prüfungsinhalte zu kennen. Die Angebote müssen sehr attraktiv sein und sich vom normalen Unterricht abheben, damit die Studierenden die Motivation aufbringen, ihre Frei- oder Lernzeit in einen Besuch eines Bibliotheksangebots zu investieren.

Die Institution – sprich die Bibliothek – muss sich Rechenschaft darüber geben, welche Angebote unter den oben genannten Bedingungen mit dem vorhandenen Personal zu bewältigen sind. Fächerübergreifende Einführungen in die Grundlagen der Informationskompetenz aber auch fachspezifische Vertiefungskurse können als Kurse durchgeführt werden. Der Teaching Librarian benötigt hier eine hohe didaktische Kompetenz sowie gute Präsentationstechniken. Aber nicht alle Bedürfnisse lassen sich in einem solchen 1:n-Setting abdecken. Projekt- oder anlassbezogene Unterstützung kann in einer individuellen Beratung, einem Coaching oder einer Wissensbar besser gegeben werden. Dies bedeutet aber eine höhere zeitliche Belastung der Teaching Librarians.

Unabhängig vom Setting sollte darauf geachtet werden, dass jeweils eine Evaluation des Lernerfolgs aufgrund der gesetzten Lernziele möglichst objektiv erfasst werden kann. Dies muss bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Als Evaluierungsinstrumente kommen hierbei in Betracht:

  • Beobachtung von Handlungen, z. B. erfolgreiche Recherche in einer Datenbank

  • Gesprächsbeiträge, z. B. Beschreibung einer Vorgehensweise

  • Schriftliche Aufgaben, Übungen z. B. Ermittlung von Informationen zu einem Thema

  • Fragebogen

  • Untersuchung der studentischen Leistungen.

Nachteilig bei den ersten beiden Evaluierungsinstrumenten ist, dass keine nachhaltige Dokumentation stattfindet. Die Teilnehmenden erhalten zwar ein Feedback durch den Teaching Librarian. Aber eine Verbesserung der Kursanlage oder Beobachtung der Entwicklungen über die Jahre hinweg ist nicht möglich. Schriftliche Übungen, die aufbewahrt werden, oder Fragebogen zum Kurs insgesamt sind hierzu dienlicher. Im Hochschulbereich ist zudem möglich, dass die Auswirkungen der bibliothekarischen Kurse auf die Schreibleistung von Studierenden untersucht wird.* Es ist aber ein aufwändigeres Verfahren, da es mehrere Untersuchungen benötigt, um die Wirkung einer Lehrmethode eruieren zu können.

Zusammenfassend lassen sich fünf Schritte angeben, die bei der Gestaltung von Bildungsangeboten in Bibliotheken durchzuführen sind:

  1. Voraussetzungen (Zielgruppe, Formate, Räume, etc.) klären

  2. Ziele formulieren (bspw. in Anlehnung an den Referenzrahmen und in Absprache mit der Lehre)

  3. Ablauf planen

  4. Durchführung

  5. Begleitung der Schritte 1–4 durch kritische Reflexion und systematische Evaluation.

Die Schritte sind immer durchzuführen – unabhängig davon, welches Format (wie Präsenzkurs, Webinare, Coffee lectures, Tutorials, Blended Learning, Massive open online courses (MOOCs) oder Gaming) gewählt wird. Die Ausführungen verdeutlichen, dass das Entwickeln von Kursangeboten – unabhängig davon, ob es sich um ein Präsenzkurs oder ein E-Learning-Angebot handelt – ein zeit- und personalintensives Unterfangen ist.

Lernort Bibliothek

Ladina Tschander, Konrad Umlauf: Lernort Bibliothek (In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, hrsg. von Prof. Dr. Konrad Umlauf • Prof. Cornelia Vonhof, Hamburg: Dashöfer 2021, Abschn. 8.3.2.3)

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