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Wirtschaftswissen Kompakt: Der Trend zu nachhaltiger und verantwortungsbewusster Unternehmensführung

Garantiert 1.8.2010, Nicola Schuldt-Baumgart, Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Aktuelle Entwicklungen in der Wirtschaftswelt: Der Trend zu nachhaltiger und verantwortungsbewusster Unternehmensführung

Nicht erst seit Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise fordern immer mehr Menschen von Unternehmen ein Umdenken. Mehr Verantwortung für das Gemeinwohl und weniger Fixierung auf Börsenkurse und kurzfristige Renditeziele (Cash-Flow) werden erwartet. Anita Roddick, Gründerin des britischen Kosmetikkonzerns The Body Shop gilt vielen als Vorreiterin in Sachen verantwortungsbewusster Unternehmensführung. Faire und langfristige Handelsbeziehungen zählen ebenso zum Credo des grünen Kosmetikunternehmens wie das Vermeiden von Tierversuchen, der Schutz der Umwelt und die Achtung der Menschenrechte. Mit zahlreichen Sozialprojekten und gesellschaftspolitischen Kampagnen will der Konzern dokumentieren, „dass soziale Verantwortung für Umwelt- und Menschenrechtsfragen und eine erfolgreiche Unternehmensführung kein Widerspruch sein müssen.“ Ob und in welchem Umfang dieses ursprünglich eng mit der inzwischen verstorbenen Unternehmensgründerin verbundene Verantwortungsbewusstsein auch unter dem Dach des französischen Konsumgüterkonzerns L’Oréal S.A. konsequent fortgeführt wird, bleibt abzuwarten.

Heute gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die sich für Umwelt und Gesellschaft engagieren. Sie verstehen ihre Arbeit weniger als Abarbeiten eines Pflichtenheftes, sondern als Chance, ihr Umfeld aktiv mitzugestalten. Das unternehmerische Engagement trägt entweder den Namen „nachhaltige Unternehmensführung“ oder „verantwortungsbewusste Unternehmensführung“ (engl. „Corporate Social Responsibility“ – CSR). Unternehmen arbeiten zumeist gemeinsam mit Bildungs-, Sozial- und Kultureinrichtungen, Bürgerinitiativen oder Verbänden an der Lösung konkreter Aufgaben und Probleme des Gemeinwesens. In diese Projekte bringen sie nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch unternehmensspezifische Ressourcen wie fachliches und technisches Know-how, Organisationskompetenz oder Informationen ein. Diese Form des gesellschaftlichen Engagements unterscheidet sich daher deutlich vom reinen Sponsoring, bei dem für einen guten Zweck lediglich Geld fließt.

Detaillierte Informationen und Unternehmensbeispiele zum Thema CSR und Nachhaltigkeit bieten folgende Informationsportale:

  • CSR-Germany – Unternehmen tragen Verantwortung:
    http://www.csrgermany.de/www/csrcms.nsf/ID/home_de

  • Zukunft Mittelstand. Erfolgsfaktor gesellschaftliches Engagement:
    http://www.csr-mittelstand.de/

  • ECONSENSE. Forum nachhaltige Entwicklung in Deutschland:
    http://www.econsense.de/_ueber_uns/_partnernetzwerk/index.asp

  • B.A.U.M. – Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management:http://www.baumev.de/default.asp?Menue=196

Neben Vorteilen im Wettbewerb um den Kunden – egal ob Endverbraucher oder Unternehmen – gilt gesellschaftliches Engagement mittlerweile auch als Pluspunkt in Sachen Personalrekrutierung. Mitarbeiter werden heute nicht mehr als bloßer Kostenfaktor gesehen, sondern als wesentliche Träger des Unternehmenserfolges. Zur verantwortungsbewussten Unternehmensführung gehört daher heute auch die Förderung der Chancengleichheit von Frauen, die Einrichtung von Weiterbildungsprogrammen, eine gezielte Nachwuchsförderung sowie ein altersgerechtes Personalmanagement und eine allgemeine Gesundheitsförderung.

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